Podcast Spezial Nr.12 Reinhard Friesenbichler

Stiftungen müssen ihren eigenen ESG-Weg finden

#vtfds2022 – der Ausblick: Stiftungsvermögen nachhaltig anzulegen, ist sicher ein Prozess. In einem solchen Prozess gilt es, immer wieder Reflektionsschleifen zu drehen. Ganz aktuell zum Beispiel entspinnt sich die Diskussion entlang der Frage, ob Rüstung qua ihrer Rolle als friedenssichernder Faktor nicht vielleicht doch ein stiftungsgeeignetes Investment sein könnte. Beim 3. Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen wird Reinhard Friesenbichler, Chef des Nachhaltigkeitsanalysehauses rfu aus Wien, genau darüber sprechen. Im #FreitagsPodcast SPEZIAL macht er zudem anfassbar, wie Stiftungen ihre Anlagepolitik erst recht durch nachhaltige Analysen langfristig widerstandsfähiger machen.
Podcast Folge 134 Teil 1

Stiftungen brauchen im Vermögen einen klaren Plan

Was Stiftungen heute vor allem brauchen, ist einen klaren Plan in der Verwaltung des Stiftungsvermögens. Dieser Plan findet Ausdruck in der Anlagerichtlinie, und diese müsse einfach mit der Zeit gehen. Davon ist Vermögensverwalter Sebastian Kotte, Sprecher des Vorstands der Vermögensverwaltung Spiekermann & CO AG überzeugt. Im #FreitagsPodcast führt er aus, was genau das bedeutet und wie solch ein Plan entsteht.
Caterina Ket

„Als Stiftung muss ich heute schon sehr genau definieren, was für mich ,,sicher“ bedeutet.“

Es war ein kalter Märztag, an dem wir uns mit der Stiftungsspezialistin von Mercer, Caterina Ket, an der Isar zum Interview verabredeten. Aber wir redeten uns recht schnell „warm“, kamen direkt zu den Fragestellungen institutioneller Stiftungen und zogen Parallelen zwischen dem angelsächsischen und dem deutschen Anlageverhalten von Stiftungen. So viel sei gesagt: Unter ‚sicher‘ verstehen Stiftungen außerhalb Deutschlands in der Regel etwas völlig anderes.
3 Regeln für Stiftungsvermögen

Hände waschen hilft, aber nicht beim Stiftungsvermögen

Als ich gestern auf dem Weg zum Münchner Stiftungstag an der U-Bahn-Station Marienplatz kurz auf den nächsten Zug warten musste, stand ich gegenüber eines Infomonitors. Dort wurden in dem Moment drei Tipps gezeigt, die jeder in der Corona-Krise beherzigen sollte: ausgiebig Hände waschen, in den Ellbogen niesen und nicht ins Gesicht fassen. Das brachte mich auf die Idee, mal über drei Tipps für das Stiftungsvermögen nachzudenken. Denn das was ich zum 9ten März schrieb, ist fast schon wieder Schnee von gestern.
Jedes Stiftungsvermögen hat einen Fußabdruck.

Der Fußabdruck von Stiftungsvermögen

Jedes Stiftungsvermögen hat einen Fußabdruck. So „lernte“ ich es in Toronto auf der dortigen 2026er Stiftungskonferenz, die Impact Investing als Schwerpunkt gesetzt hatte. Was bei kanadischen Stiftungen aber eben die Kombination aus Impact und Investing bedeutet, wurde in Deutschland zu oft ideologisch überfrachtet. Impact ist dabei kein Gütesiegel, sondern eine Haltung. Aber eben eine Haltung, die der eines Investors entspricht. Das gute Wirken kann und muss auch ein gutes Geschäft sein, denn nur so verdient man sich als Stiftung die steuerliche Privilegierung. Drei Gedanken, die ich hierzulande gerne häufiger diskutieren möchte.
Podcast HD Meisberger und Chris Fojuth

Moderner Mehrkampf

Dass die Vermögensanlage einer Stiftung heute nicht mehr zwischen Tür und Angel erledigt werden kann, hat sich längst im Stiftungsbereich herumgesprochen. Im Podcast sprechen Hans-Dieter Meisberger und Chris Fojuth von der DZ Privatbank über die Dinge, die sie mit Stiftungen zu deren Stiftungsvermögen heute besprechen, und auch über Tools, die Stiftungsverantwortliche zumindest kennen sollten, so auch die Kapitalerhaltungsrechnung.
Stiftungen und die guten Vorsätze für 2022

Diesen Vorsatz müssen Stiftungen zum neuen Jahr fassen

Zu Jahresbeginn lassen zahlreiche Medien in vielen Ländern jeglicher Kulturkreise Tiere auf unterschiedliche Arten Aktien auswählen, um die Performance dieser zufällig zusammengestellten Portfolios mit den Ergebnissen von Profis oder Indices zu vergleichen. Am bekanntesten dürfte Adam Monk sein, ein Schimpanse im Auftrag der Chicago Sun, der jedes Jahr in einem aufgeschlagenen Wall Street Journal einzelne Titel ankreuzt oder einkringelt. Aus Russland sind Schimpansen bekannt, die Bauklötze stellvertretend für Aktien aussuchen oder Dartpfeile werfen, in Südkorea durfte unlängst ein Papagei Vermögensverwalter spielen und ein Portfolio zusammenpicken.
Blick in den Rückspiegel

Blick in den Rückspiegel

In vorangegangenen Ausgaben und Updates hatten wir eine Reihe neuer Fondskonzepte vorgestellt, die sich direkt an Stiftungen wenden oder vom Konzept her grundsätzlich geeignet sind. Wie haben sich diese Fonds entwickelt? Was lässt sich daraus für Anlagekonzepte für Stiftungen lernen? Diese und weitere Fragen beantworten wir in der folgenden Analyse.
Analyse Club der 25

Ein Drawdown macht noch keinen Abschreibungsbedarf

Ein Drawdown im Stiftungsvermögen ist per se nichts Schlimmes. Es darf nur kein Abschreibungsbedarf daraus resultieren. Rückläufige Anteilspreise von Fonds gilt es also genau an diesen Punkten mal unter die Lupe zu nehmen, und erst recht die Bewegungen nach markanten Rücksetzern. Denn derlei relativiert so Einiges. Wir haben genau das einmal für unseren #fondsfibel-Club der 25 gemacht. Stiftungen sollen ja wissen, wie sich ihr Fonds verhält, wenn die Börsen mal eine Grippe haben.
Podcast Folge 112 Teil 2

Nachhaltigkeit ist evolutiv

In Teil 2 des #FreitagsPodcasts wollten wir von Andreas Heinrich von der Berliner Vermögensverwaltung Hansen & Heinrich mehr zum Hansen & Heinrich Stiftungsfonds wissen, der auch Teil des #fondsfibel-Clubs der 25 ist. Das Konzept des Fonds ist nämlich Eines, das handwerklich auf der Höhe der Zeit ist, zudem ist er der einzige Stiftungsfonds, für den ein so genanntes ESG-Reporting erstellt wird. Wir erfahren im Gespräch, was es damit auf sich hat und wie sich diese Form von Berichtswesen auf das Fondsmanagement auswirkt. Wir lernen: Auch Stiftungsfondshandwerk muss mit der Zeit gehen.

Neue Beiträge

Der Zinskönig

Der Zinskönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, und so weiter, Sie kennen dieses weltweit bekannte Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe. Goethes Bindung zu Leipzig war so groß, dass er Leipzig sein klein Paris nannte. Auch sein „Faust“ ist dort entstanden. Von Leipzig gingen also nicht erst mit der Friedlichen Revolution Impulse aus, die nachhallten. Auch vom Werkstatt Festival für Stiftungsvermögen VTFDS26 sollen Impulse ausgehen, in die Stiftungslandschaft hinein. Denn werden die Möglichkeiten, die Stiftungen hier haben, bereits überall vollends ausgeschöpft? Um die Studierzimmer-Szene aus Goethes Faust zu zitieren: Nein. Wir blicken nochmals mit dem zweiten Auge auf das VTFDS-Festival zurück.

FondsFibel

#stiftungenstärken

Stefan Preuß
ist Chefredakteur von stiftungenstärken.de und fondsfibel.de. Der Fachjournalist, der auch als freier Autor für andere Publikationen fungiert, ist seit vielen Jahren als Autor von Fachbeiträgen und Analysen im Stiftungssektor präsent, moderiert dazu den Elevator Pitch beim Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen (www.vtfds.de).
Lena Häfermann
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
Tobias Karow
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.