Natalie Weng und Volker Malcharek

„Mit der Business Judgement Rule wird das Agieren vieler Stiftungsgremien flexibler werden können“

Sie sind die Experten für Vermögensthemen und -management im Deutschen Stiftungszentrum und sprechen daher viel mit Stiftungen über deren Vermögen. Wir wollten von Natalie Weng und Volker Malcharek wissen, warum das Mindset vieler Stiftungen nicht so recht zum aktuellen Anlageumfeld passt, weshalb ‚mündelsicher‘ keine Maßgabe mehr für Stiftungen sein kann und wie das Deutsche Stiftungszentrum im Hier und Jetzt in der Vermögensanlage agiert. Um es vorwegzunehmen: Aus dem einen Cappuccino wurden zwei.
Podcast Folge 44

Stiftungsvermögen MUSS aktiviert werden

Ein Stiftungsvermögen, das nicht arbeitet, ist quasi eine leblose Masse, bzw. eine Masse an Geld, mit der nichts gemacht werden kann. Damit gehört die Verwaltung des Stiftungsvermögens sicherlich zu den wichtigsten Pflichten von Stiftungsverantwortlichen, und die Aufgabe hat über die einzelne Stiftung hinaus für den gesamten Stiftungssektor eine hohe Relevanz. Warum das so ist und warum es wichtig ist, dass jede einzelne Stiftung ihr Stiftungsvermögen aktiviert, dazu liefert die neuste Folge FreitagsPodcast einige Anregungen.
Wie Lego, nur ohne Würfel

Wie Lego, nur ohne Würfel

Anleihen, Bargeld, Aktien, und wenn’s hoch kommt noch ein wenig Immobilien. So in etwa sieht das Anlageuniversum deutscher Stiftungen in der Regel aus. Die Instrumente des Private Bankings wirken ein bisschen wie diese kleinen Lego-Spielzeuge, die man als Kind gehasst hat, weil eben ein Pistenbully oder ein Polizeischiff allein schnell ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Es brauchte die großen Kartons mit den Polizeistationen oder den Ritterburgen. So wie es in der Kapitalanlage heute vermutlich eher das institutionelle Besteck braucht, um Ziele zu verwirklichen.
Das Wort Zeitenwende ist ein großes. Für Philip Schätzle, Geschäftsführer von Metzler Asset Management, bedeutet Zeitenwende im Stiftungsvermögen vor allem, sich auf grundsätzlich höhere Volatilitäten einzustellen und eben nicht so weiterzumachen wie bisher.

Zeitenwende passt in die Zeit

Das Wort Zeitenwende ist ein großes. Für Philip Schätzle, Geschäftsführer von Metzler Asset Management, bedeutet Zeitenwende im Stiftungsvermögen vor allem, sich auf grundsätzlich höhere Volatilitäten einzustellen und eben nicht so weiterzumachen wie bisher. Er gebraucht als Rahmengerüst für seine Argumentation die 4Ds, und eines ist an dieser Herangehensweise sehr schlüssig: Stiftungen gehen auf diese Weise ohne Scheuklappen an das Management ihrer Vermögenswerte heran. Das nennen wir „auf der Höhe der Zeit“.
Podcast Folge 163

Wir können im Fonds sehr aktiv sein

Dass es Vorteile mit sich bringen kann, einen Mischfonds gerade in unruhigen Zeiten aktiv zu managen, davon ist Gregor Kuhl, Bereichsleiter Asset Management bei der Pax Bank in Köln, überzeugt. Im FreitagsPodcast haben wir ihm 10 Fragen zum Pax ESG Multi Asset gestellt, was zuvorderst eine Erkenntnis zutage förderte. Modern und handwerklich auf der Höhe der Zeit aufgesetzte Mischfonds taugen definitiv zum Basisbaustein im Fondsportfolio einer Stiftung.
Podcast Folge 214

Zehn Jahre Stiftungsfonds bedeutet uns viel

Feiert ein Stiftungsfonds sein zehnjähriges Jubiläums, dann zieht es uns an den Ort des Geschehens. Gesagt getan. Für die neuste Folge AHOI, NPO! reiste ich nach Freiburg, zu Claus Walter, dem Chef von Freiburger Vermögensmanagement. Mit ihm sprach ich nicht nur über das was in den 10 Jahren „war“, und wie der Stiftungsfonds immer wieder konzeptionell nachjustiert wurde, sondern eben über das, was sein wird.
Sustainable Fonds im Q3-Update

Das soll nicht stiftungsgeeignet sein?

Sie kennen das sicher. Manchmal braucht es einfach die neue Winterjacke, den neuen Anzug, die neuen Schuhe, für das persönliche Wohlbefinden wirkt ein neues Kleidungsstück manchmal Wunder. Im Fondsportfolio einer Stiftung kann das ganz ähnlich sein, denn dort schlummern häufig recht konservative Fondskonzepte vor sich hin. Zugegeben, einige liefern immer noch ein gutes Stück weit das was die Stiftung sich vorgestellt hatte, aber n’ bisschen frischer Wind, der darf es schon sein. Geradezu fesch wird ein Fonds, wenn er Ausschüttung und Nachhaltigkeit authentisch zusammenbringt, wir haben das für zwei #fondsfibel-Fonds wieder einmal festgestellt.

Nicht alle Körbe mit Ei

Es gibt Stiftungsfonds, und es gibt noch ein bisschen mehr. Und es gibt den Spruch, dass nicht alle Eier in einen Korb gelegt werden sollen. Wenn Stiftungen sich nun mit Fonds beschäftigen und sich ein Fonds-Portfolio aus Stiftungsfonds und stiftungsgeeigneten Fonds zusammenstellen wollen, hilft derlei Prosa jedoch nicht weiter. Stattdessen helfen ein paar ganz handfeste Überlegungen.
Die zehn Gebote

Die zehn Gebote der Fondsanlage für Stiftungen

Die zehn Gebote der Fondsanlage von Stiftungen beginnen ganz vorne. Ihnen fehlt für Ihre Stiftung der rechte Durchblick bei der Fondsanlage? Sie brauchen einen ersten Impuls? Ihre Stiftungsgremien trauen sich nicht, im aktuellen Umfeld Anlageentscheidungen zu treffen? Dann geben Ihnen die nachfolgenden zehn Gebote noch einmal ein paar ganz grundsätzliche Überlegungen an die Hand, und vielleicht stellt sich ja sogar ein kleiner „let’s face it“-Moment, wie bei einem Tiefschneefahrer, wenn er zum ersten Schwung ansetzt. Oder bei einem Anleger, wenn er das erste Mal eine Aktie kauft.
Es fondsfibelt wieder

Es fondsfibelt wieder

Ich gebe es zu, ich bin ein Fondsbegeisterter. Mir macht es Spaß, mich mit Fondsanbietern über ihre Strategien zu unterhalten, ich finde es spannend mich durch Factsheets zu wühlen, und ja, ich lese ESG-Reportings. Nicht zuletzt werfe ich auch häufiger einen Blick in Halbjahresbericht und Jahresbericht, da ich einen Eindruck vom Gesamtbestand des Fonds gewinnen möchte. Nennen Sie es ruhig bescheuert, aber um einen Fonds zu verstehen, brauche ich dieses Stöbern im Zahlenwerk. Erst recht, wenn wir ein aktuelles Bild unseres #fondsfibel-Clubs der 25 zeichnen wollen. So wie jetzt wieder.

Neue Beiträge

Kosmonaut has landed

Stiftungslandschaft, we have a problem

Stiftungsvermögen ist etwas, über das in Deutschland nicht so gerne gesprochen wird. Es wird sogar in den allermeisten Fällen darüber geschwiegen. Zugegeben, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Im Schweigen entsteht Tiefe, Bedeutung, Raum. Über Stiftungsvermögen aber zu schweigen, den kollegialen Austausch hier nur in allerkleinsten Zirkeln zu suchen, hat sich zum Problem ausgewachsen. Das lässt sich aus den Ertragsergebnissen vieler Stiftungen schlichtweg ablesen. Um einen Impuls zum Sprechen über Stiftungsvermögen zu geben, haben wir Gespräche über Stiftungsvermögen geführt – in Nummer 1 von Der Social Profit Kosmonaut.

FondsFibel

#stiftungenstärken

Stefan Preuß
ist Chefredakteur von stiftungenstärken.de und fondsfibel.de. Der Fachjournalist, der auch als freier Autor für andere Publikationen fungiert, ist seit vielen Jahren als Autor von Fachbeiträgen und Analysen im Stiftungssektor präsent, moderiert dazu den Elevator Pitch beim Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen (www.vtfds.de).
Lena Häfermann
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
Tobias Karow
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.