Was eine Stiftungswebsite von heute mit einer Kassette von 1990 zu tun hat

Stiftungswebsite 2030

Denken Stiftungen an Digitalisierung, stehen sicherlich verschiedene Aspekte im Blickpunkt. Einer davon ist vermutlich immer die Stiftungswebsite, die die erste Visitenkarte der Stiftung im großen weiten Netz ist, die aber natürlich auch etwas darüber aussagt, wie 4.0 eine Stiftung schon unterwegs ist. Dabei wird die Stiftungswebsite in 10 Jahren nicht mehr die Stiftungswebsite sein, die sie heute ist, und die Versionen aus den 90ern, die sich immer noch bestaunen lassen, die wird es auch nicht mehr geben. Ein paar Gedanken zur Zukunft der Stiftungswebsite.
Wann eine Stiftung nicht fundraisen sollte

Stroh zu Gold spinnen ist beim Stiftungsfundraising nicht im Budget

Es klingt wie ein Allheilmittel: Hat eine Stiftung selbst mit einer gut diversifizierten Vermögensanlage nur 2% Rendite erzielt, obwohl sie 4% braucht, lautet der Rat oft „na dann machense doch Fundraising“. Sicher kann der Einstieg in die Bemühungen um Spenden und Fördermittel für viele gemeinnützige Stiftungen, die bislang eher im Verborgenen agierten, neue finanzielle Freiräume schaffen. Es gibt aber auch Situationen, in denen Stiftungen eher auch Fundraising verzichten sollten.
Doppelt hält NICHT besser

Doppelt hält NICHT besser

Doppelt hält besser. So heißt es gerne, in vielen Lebenslagen, auch beim Produzieren von Inhalten für Internetauftritte. Es wird fleißig kopiert und zusammengeschustert und damit genau das getan, was die Suchmaschinen so gar nicht mögen: Inhalt zu kopieren. Auch Stiftungen kennen das Problem vielleicht schon, und wenn nicht, sollten sie es kennen. Denn eine Stiftungswebsite oder Stiftungsinhalte im Netz zu streuen, kann mit duplizierten Inhalten schnell zum frustrierenden Erlebnis werden.
Stiftungskommunikation cum Corona

Stiftungskommunikation cum Corona

Stiftungskommunikation ist dann erfolgreich, wenn sie kontinuierlich, inhaltlich, dicht, frequent, multikanal und empathisch realisiert wird. Gerade in einer Krise, die zudem wie die Corona-Pandemie angesichts der bereits vierten Welle scheinbar nicht enden will, ist es umso wichtiger, Stiftungskommunikation nicht etwas einzustellen, sondern stattdessen mit Demut und Professionalität auf die neue Situation zu reagieren – und dabei ins Agieren zu kommen. Wir haben einmal ein paar Punkte dafür aufgelistet.
Surftrip auf Stiftungswebsites

Informieren statt infizieren

Das Corona-Virus auf der Stiftungswebsite zu haben, heißt in Zeiten wie diesen nicht, dass der Rechner mit einem Virus infiziert ist, sondern dass Stiftungen in den Wirren der Corona-Krise zu ihren Aktivitäten informieren. Aber wie machen Stiftungen das, taugen Websites für das, was es jetzt braucht und vor allem: Ist das, was „rausgeblasen“ wird, auch relevant? Wir haben den Surfmodus angeschmissen und uns auf einigen Stiftungswebsites umgesehen – mit interessanten Erkenntnissen.
Podcast Folge 187

Viele Stiftungen müssen bitten lernen

Sofern Stiftungen im Fundraising erfolgreich sein wollen, müssen sie das Bitten (er)lernen. Ja, Sie haben richtig gelesen, um etwas zu bitten, das müssen Stiftungen in vielen Fällen lernen. Dazu gehört, sich aus der eigenen Komfortzone zu lösen, sich am Ausprobieren zu erfreuen – und vor allem zu begeistern. Warum sich genau hier Stiftungsverantwortliche schwer tun, darüber sprachen wir mit Sabine Heß, Autorin von „Die Kunst des Bittens“.
Responsive Website

Einen responsiven Webauftritt braucht es schon

Auf dem 8. Nürnberger Stiftertag am 6ten März 2020 nahm ich an einem der nachmittäglichen Foren teil. Dieses wurde von der Bürgerstiftung Nürnberg gestaltet, und die Macher brachten einige Fragen mit in die Runde. Unter anderem jene, wie die Bürgerstiftung Nürnberg als Mitmach-Stiftung eben auch jüngere Menschen erreichen könne – als Spender von Ideen, Zeit und Geld. Die Diskussion kam auch auf die Website zu sprechen, und zu dieser habe ich mir auf der Rückfahrt direkt ein paar Gedanken gemacht.
Prozess vs Projekt vs Performance

Prozess vs. Projekt vs. Performance

Sie kennen das sicher, obwohl momentan kein Bundesliga-Fußball gespielt wird. Manchmal ist die Summe aus elf einzelnen Spielern einfach nur elf, und manchmal ist die Summe der Leistungen der Einzelspieler etwas oder ein ganzes Stück mehr als elf. Das unterscheidet eine gute von einer sehr guten und eine sehr gute von einer Spitzenmannschaft. Für ihre Digitalstrategie sollten sich Stiftungen hieran Anleihen nehmen, aber auch bei Thomas Edison, dem Erfinder der Glühlampe, sollten sie einmal nachschlagen.
Regie Karl Ranseier

Regie: Karl Ranseier

Wenn Karl Ranseier Regie führt, steht der Relaunch der Stiftungswebsite vermutlich unter keinem guten Stern. Karl Ranseier, diese Figur aus der in den 90ern wahnsinnig erfolgreichen Comedy-Sendung RTL Samstag Nacht, hatte stets kein gutes Händchen. Auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer fand er zum Beispiel immer nur Bernd sein Zimmer. Damit der Relaunch der Stiftungswebsite nicht Karl Ranseier-mäßig schiefläuft, müssen einige Dinge tunlichst vermieden wären. Wir haben einmal drei Gründe für das Scheitern des Stiftungswebsite-Relaunchs zusammengetragen.
Stiftungswebsite Phoneixsee-Effekt

Der Phoenixsee-Effekt und die Stiftungswebsite

Eine Stiftungswebsite ist heute in den meisten Fällen die erste Referenz, über die Spender, Unterstützer und potentieller Begleiter auf eine Stiftung aufmerksam werden. Viele Stiftungswebsites sind aber etwas aus der Zeit gefallen, manche Stiftungswebsite sogar etwas mehr. Es kann daher eine gute Idee sein, die Stiftungswebsite einmal ganz scheuklappenfrei zu prüfen, ob sie heute noch in die Zeit passt und ob sie das in 5 Jahren noch tut. Quasi eine Phoenix-West-Analyse.

Neue Beiträge

Nachlese VTFDS26

Building Philanthropolis vs. das Zins-Kombinat

Warum tun sich so viele Stiftungen so schwer, sich über ihre Stiftungskapitalien Gedanken zu machen. Gedanken darüber, wie sie höhere Erträge generieren, Gedanken darüber was passiert, wenn die Möglichkeiten, die jedes Stiftungsvermögen qua Errichtung hat, nicht vollends ausgeschöpft werden. Es ist wohl, und das ist eine Lehre aus VTFDS26, unserem Werkstatt Festival für Stiftungsvermögen, eine „Das brauchen wir nicht“, „Das bringt ja eh nix“ und „Wer sind Sie, dass Sie mich mit dieser Frage konfrontieren“. Aber der Reihe nach, wir blicken ein erstes kritisches Mal auf den VTFDS26 zurück.

FondsFibel

#stiftungenstärken

Stefan Preuß
ist Chefredakteur von stiftungenstärken.de und fondsfibel.de. Der Fachjournalist, der auch als freier Autor für andere Publikationen fungiert, ist seit vielen Jahren als Autor von Fachbeiträgen und Analysen im Stiftungssektor präsent, moderiert dazu den Elevator Pitch beim Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen (www.vtfds.de).
Lena Häfermann
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
Tobias Karow
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.