ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
Manches Wort wird gelassen ausgesprochen und löst doch etwas aus. Trendyness ist so eines, das ich neulich in einem Webinar hörte, und brachte mich zum Nachdenken. Muss ich jedem Trend folgen, muss ich alles mitmachen im Netz, muss ich alles ausprobieren, um meinen Weg zu finden, muss ich auf jeder Plattform performen? Für die Antwort musste ich diesen Gedanken gar nicht bis zum Ende bringen, sie lautet: Nein. Manchmal ist trendy sein cool, manchmal anstrengend, und manchmal eben auch am Ziel vorbei. Stiftungen dürfte es oft ähnlich gehen.
Dass Stiftungen die Entscheidung, ob sie ihr Stiftungsvermögen selbst verwalten oder diese Aufgabe an Profis delegieren, nicht einfach aus dem Bauch heraus treffen, ist nachvollziehbar. Es nicht mehr selber zu machen bedeutet ja auch, sich einzugestehen, dass das Marktgeschehen zu komplex geworden ist und man dem Ganzen doch nicht mehr Herr wird. Ein Argument aber zahlt mit viel Nachdruck auf genau diese Erkenntnis ein, aber dieses wuselt unter dem Radar umher.
Eine Stiftung zu gründen, das treibt immer mehr Menschen um. Ihre Motivation ist dabei ganz verschieden, diese bewegt sich zwischen "etwas Gutes tun" und "etwas bewegen" relativ verlässlich hin und her. Für Dr. Keno Specht, Referent Stiftungen bei SOS-Kinderdörfer weltweit, heißt Stiftungsgründung aber vor allem, neben einem authentischen Motiv auch einen sattelfesten Plan zu haben. Wo dieser ansetzen sollte und welche Fragen vom Stiftungsgründer (und gleichermaßen auch bestehende Stiftungen) auf jeden Fall beantwortet werden müssen, dazu hat der Stiftungsexperte klare Vorstellungen.
Wie sind die alten Stiftungen eigentlich so alt geworden? Vor allem, indem sie ihr Stiftungsvermögen in Sachwerte angelegt hatten, und die Immobilie spielte hierbei eine herausragende Rolle. Denn die großen Zäsuren wie etwa die Zwangsenteignungen von Stiftungen im Zuge der beiden Weltkriege konnte durch Anlagen in Immobilien, Weinbergen oder Sozialimmobilien begegnet werden. In Folge Nummer 1 von PUNKTGENAU, dem neuen Knowhow-Format von Stifter-TV, drehte sich alles um genau die Immobilie und ihre Rolle im Stiftungsvermögen. Wir blicken zurück.
Stiftungen und Plattformen, Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. Immer noch sind zu wenige deutsche Stiftungen auf Plattformen präsent bzw. Teil der Plattform-Ökonomie. Das hat nachvollziehbare Gründe, einerseits, zum anderen gäbe es sehr gute Argumente, sich als Stiftung viel stärker auf Plattformen zu verorten - also sich dort zu zeigen, wo potentielle Spender, Unterstützer ider Begleiter auch "unterwegs" sind. Wir haben einige dieser Argumente einmal im FreitagsPodcast AHOI, NPO! zusammengetragen.
Die 2021er FondsFibel für Stiftungen & NPOs ist eine richtige Plattform geworden. Stiftungsverantwortliche erfahren mit einem Klick alles zu 25 stiftungsgeeigneten Fonds und Stiftungsfonds, bekommen noch ein paar Fondsideen darüber hinaus an die Hand und steigen über eine ausführliche Analyse in das Thema ESG-Reporting bei einem Stiftungsfonds ein. Dazu gibt Michael Dittrich, Finanzchef der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Einblick in seine tägliche Arbeit. Im ausführlichen Ratgeber schließlich geht’s u.a. um Behaltenachweis, Business Judgement Rule, Immobilienquote und die Rentenanlage von Stiftungen.
Es gibt da diese eine Geschichte, die jeder Physiklehrer seinen Schülern eines Tages einmal erzählt. Setzt man einen Frosch in ein Wasserglas und erhitzt das Wasser, dann wird der Frosch im Wasserglas bleiben und durch die Hitze sterben. Setzt man einen Frosch jedoch in ein Glas mit heißem Wasser, wird er sofort wieder herausspringen. Übertrüge man dies auf die Stiftungswebsite, es ließe sich eine vermutlich recht stimmige Analogie finden.
Es fondsfibelt wieder. Zum bereits dritten Mal machen wir uns in der FondsFibel Gedanken zum Thema Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds, mit dem Unterschied, dass wir www.fondsfibel.de zur Plattform für die Fondsanlage von Stiftungen ausgebaut haben. Und das aus gutem Grund. Denn ob der vielfältigen Herausforderungen für die Verwaltung des Stiftungsvermögens sind mit Stiftungsfonds allein nicht mehr zu meistern, es braucht strukturelle Anpassungen, damit Stiftungsvermögen denn komplexen Anforderungen die Stirn bieten können. Dazu gibt die 2021er FondsFibel ganz praktische Anregungen für Stiftungsverantwortliche, und die Stiftungsaufsichten spielen auch eine Rolle dabei.
In Vorbereitung unserer 2021er FondsFibel entbrannte ein Streit. Der Streit drehte sich um die Ausschüttung von Stiftungsfonds bzw. stiftungsgeeigneten Fonds. Für mich ist die Ausschüttung das gewichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Stiftungsfonds. Es gibt aber auch andere Meinungen, mit denen ich mich auseinandersetzen musste, nach denen auch thesaurierende Fonds durchaus was für sich hätten, Stiftungen müssten ja einfach nur Fondsanteile veräußern, um einen Ertrag einzuheimsen. Für mich ist die Sache aber genau nicht einfach.
Wir haben uns ja an dieser Stelle immer wieder „coole“ Stiftungswebsites angeschaut. Auch uns vor allem aus dem Grund, Stiftungen mit dem, was andere Stiftungen gemacht haben im Internet, zu inspirieren. Es braucht eben nicht immer den superschicken und supermodernen Auftritt im Netz, was es vor allem braucht ist eine authentische Webpräsenz – und genau das ist der Anna von Gierke Stiftung gelungen.
Gute Stiftungskommunikation ist unser Anliegen. Wir lieben es, wenn Interesse geweckt und zum Mitmachen eingeladen wird. Wenn die Verbindung von physischer und digitaler Welt spielerisch gelingt. Und wenn vorbildhafte Kommunikation und überzeugende öffentliche Veranstaltungen einander die Hand reichen. Aus den eingereichten Bewerbungen nur drei Projekte hervorzuheben, fiel uns schwer. Aber hier sind sie nun, unsere Top 3, die auf unterschiedliche Weise zeigen, wie Stiftungskommunikation aussehen kann: mit sportlichem Ehrgeiz, einer kindgerechten Medienwelt und einer Bühne für das Ehrenamt.
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
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