ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
Viele Stiftungen machen sich derzeit Gedanken um ihre Stiftungswebsite, wollen diese relaunchen. Dass dabei der Wille das Eine und der richtige Ansatz das andere ist, das ist sicherlich keine Neuigkeit mehr, wohl aber ein auf den ersten Blick kleiner Unterschied in Stiftungswebsite-Konzepten: der zwischen Plattform und Portal. In Folge 64 unseres FreitagsPocasts AHOI, NPO! haben wir uns dieses kleinen Unterschied einmal angenommen, mit einer spannenden Erkenntnis. Beide Ansätze können nämlich für die Stiftungswebsite funktionieren.
Stiftungsfonds wurden vor 30 oder 20 Jahren so ausgelegt, dass sie einmal im Jahr ausschütten. Das reichte auch, denn Stiftungen hatten mit Strafzinsen auf Guthaben oder eben zu geringen Einnahmen ganz grundsätzlich kein Problem. Die Ausschüttung kam, je nach Fonds eine im Frühjahr und eine im Herbst, und so war das Grundrauschen für die Ausgabenseite der Stiftung gewährleistet. Dem ist aber heute nicht mehr so, das Grundrauschen ist heute oft nur mehr ein Tröpfeln.
Natürlich gibt es für die Diversifikation des Stiftungsvermögens einen Plural, es gibt dem Duden nach das Wort Diversifikationen. Aber der grundsätzliche Gedanke ist der, der zählt, und hier haben viele Stiftungen was zu tun, wenn's mit der Ernte wieder so richtig klappen soll. Es kann sich nämlich als Trugschluss herausstellen, im Stiftungsvermögen darauf zu vertrauen, dass "mein" Stiftungsfonds schon breit genug diversifiziert sein wird. Das Problem vieler Stiftungen entsteht heute schon bei der Saat.
Nachhaltigkeit ist ein Wort, aber nachhaltiges Handeln bzw. Investieren, das ist noch einmal etwas ganz Anderes. Darüber sprachen wir für den FreitagsPodcast mit Gunnar Knierim von AB AllianceBernstein, vor allem auch dazu, was es eigentlich mit dem Einsortieren auch von stiftungsgeeigneten Fonds nach Artikel 8 oder 9 auf sich hat. Natürlich müssen Stiftungen diese neuen Informationen für sich einordnen, für Gunnar Knierim ist aber klar, dass derlei auch eine Chance darstellt, das Stichwort hier lautet Authentizität.
Wow. Kennen Sie das? Sei gehen auf eine Stiftungswebsite und denken sich einfach nur WOW, toll gemacht, das macht Spaß anzuschauen weil es den Machern Spaß gemacht hat, das so aufzusetzen. Eine dieser Stiftungswebsites, die bei uns genau das ausgelöst hat, ist jene der Stiftung EVZ, also genau gesagt jene, die vom Team dort zum 20jährigen Jubiläum freigeschaltet wurde. Von oben bis unten ist das Ganze gelungen, und wie bei der Einigen sicher noch bekannten Fernsehsendung Zimmer frei ist es Zeit für eine ultimative Lobhudelei.
Die Stiftungsrechtsreform ist nun in trockenen Tüchern, für Stiftungen und deren Verantwortliche bedeutet diese mehr Freiheitsgrade vor allem beim Veranlagen des Stiftungsvermögens. Nicht dass Stiftungen bisher nicht alle Freiheiten hatten, aber sie wurden nicht gemacht aus Angst davor, Fehler zu machen. Das Schlüsselwort bzw. die drei Schlüsselwörter lauten: Business Judgement Rule. Was diese für Stiftungen bzw. das Stiftungsvermögen bedeutet und was alles zum Wohle der Stiftung ist, dazu ein paar Gedanken.
Nähert sich eine Stiftung heute einem Stiftungsfonds bzw. einem stiftungsgeeigneten Fonds, dann dürfte der Aspekt der Nachhaltigkeit einer sein, der zuvorderst interessiert. Konzeptionsbedingt geraten manche Stiftungsfonds hier rasch an ihre Grenzen, daher empfiehlt sich der Blick auf zeitgemäßere Fondskonzepte, wie jenes des M&G Sustainable Allocation. Wir haben für den FreitagsPodcast gemeinsam mit M&G-Produktspezialistin Susanne Grabinger genau ins Portfolio geschaut, mit der Erkenntnis, dass es hinter dem Tellerrand Investments gibt, die Ausschüttung und ESG sehr gut zusammenbringen.
Zugegeben, ich bin mittlerweile zu einem kleinen Webinarmuffel geworden, weil mir zu viele Webinare einfach runtergenudelt werden wie die Entschuldigungen bei der Deutschen Bahn, wenn das Bordbistro wieder mal nur eingeschränkt betriebsbereit ist.
Es steht eine berechtigte Frage im Raum. Wird es künftig eine geteilte Stiftungslandschaft geben? Geteilt in solche Stiftungen, die digital sind und Teil der digitalen Welt sind, und solche Stiftungen, die sich die digitale Welt schlicht nicht leisten können? Weil sie sich die notwendigen Investitionen nicht leisten können? Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort, auf gar keinen Fall lässt sie sich aber pauschal mit JA beantworten. Denn digitalisierte Prozesse und digitale Werkzeuge sind zwei paar Schuhe. Eine Spurensuche.
Die Stiftungslandschaft ist eine bunte, und in jedem europäischen Land hat sie andere Farbtupfer, so auch in Österreich. Mit Ruth Williams, Generalsekretärin des Verbands für gemeinnütziges Stiften in Österreich sprachen wir darüber, was den Stiftungsstandort Österreich so besonders macht und wo sie die großen Herausforderungen für österreichische Stiftungen sieht. Sie prägt im FreitagsPodcast das schönes Bild von Stiftungen als Inseln des Gelingens und weiß, dass künftig Stiftungskommunikation noch weitaus gewichtiger in der täglichen Stiftungspraxis wird. Mit sehr guten Argumenten.
Gute Stiftungskommunikation ist unser Anliegen. Wir lieben es, wenn Interesse geweckt und zum Mitmachen eingeladen wird. Wenn die Verbindung von physischer und digitaler Welt spielerisch gelingt. Und wenn vorbildhafte Kommunikation und überzeugende öffentliche Veranstaltungen einander die Hand reichen. Aus den eingereichten Bewerbungen nur drei Projekte hervorzuheben, fiel uns schwer. Aber hier sind sie nun, unsere Top 3, die auf unterschiedliche Weise zeigen, wie Stiftungskommunikation aussehen kann: mit sportlichem Ehrgeiz, einer kindgerechten Medienwelt und einer Bühne für das Ehrenamt.
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
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