Mit den StiftungsApéros sind wir seit 2023 auf Tour. Gelernt haben wir in diesen drei Jahren unter anderem, dass sich Stiftungspraxis gerade sehr stark hinterfragt, dass sie sich auch relativ stark zu verändern gedenkt, und dass sie sich Sorgen macht um die Einnahmeseite. Entsprechend sind immer mehr Stiftungen im Fundraising und damit auch kommunikativ unterwegs. Was am Horizont immer wieder und immer stärker dabei aufscheint, sind Konservieren und Ausbauen der Finanzbasis für die kommenden Stiftungsjahrzehnte. Major Donor soll der Teppich ausgerollt werden. Dieses Thema wird uns auch auf der StiftungsApéro SommerTour 2026 stark befassen.
New Giving, also das neue Geben, diese Wortkombination ist derzeit in aller Munde. Die neue Geldmasse, die qua Erbmasse auf den Weg kommt in den kommenden Jahren (bzw. die bereits auf dem Weg ist) entsteht, soll nicht mehr lediglich neue Schwungmasse für den Stiftungssektor sein, sondern gleich richtig philanthropische Masse. Dass also der Teil der Erbmasse, der gemäß früherer Projektionen in den Stiftungssektor wandern wird, gar nicht so save ist, das schält sich immer stärker heraus. Ziemlich sicher ist, dass neue Formen des Gebens wie Giving Funds oder Giving Pledges oder auch moderne Stiftungsformen wie etwa eine Verbrauchsstiftung stärker in den Fokus der neuen Gebergeneration rücken. Es scheint als sicher zu gelten, dass es das Modell Stiftung schwer haben dürfte gegen diese neuen Formen. Zumindest eine Stiftung alter. Typisch-bräsiger bundesrepublikanischer Prägung.

Der New Giving-Diskurs und das Modell Stiftung
Diese Diskussion ist eine, die das „alte“ Modell Stiftung hier und da ein bisschen mit Dreck bewirft, es hier und da an den Pranger stellt und ihm ein Stück weit auch die Zukunftsfähigkeit abspricht. Griffig ist das insofern, wenn unterstellt wird, dass sich die Stiftungslandschaft nicht verändern, nicht an neue Rahmenbedingungen anpassen kann. Ja, Stiftungen, die ihr Vermögen falsch und zu wenig Resilienz-orientiert anlegen, die zu wenig berichten was sie tun, und die als Arbeitsplatz unattraktiv sind, die sich nicht von innen heraus verändern können weil ihre Stiftungsgremien verstockt und verkrustet sind, diesen Stiftungen wird ein eisiger Wind durch ihre Satzungen wehen. Aber, und das ist eine Erfahrung aus den StiftungsApéro-Touren, diese Stiftungen sind in der Minderheit. Die Minderheit mag nicht winzig sein, aber wir treffen sehr viele Stiftungen, die Stiftungskommunikation, Stiftungsvermögen und Stiftungspersonal als die drei Felder identifiziert haben, an denen sie schnell und mit Druck arbeiten müssen.
Major Donor trifft General Portfolio Management und Captain Communicate
Auf der StiftungsApéro SommerTour diskutieren wir über New Giving, wir geben den Strömungen rund um New Giving einen Raum, und wir sortieren, wo New Giving für Stiftungen im Hier und Jetzt zum relevanten Game Changer wird. Denn ein Blick über den großen Teich nach Kanada zeigt, dass New Giving hier die Stiftungspraxis schon ganz ordentlich mit mannigfaltigen Impulsen antreibt. Beispielsweise geht hier im Major Donor Fundraising nix ohne General Portfolio Management, und Captain Communicate ist auch immer mit an Bord. Kanadische Stiftungen wissen, dass Major Donors wissen und sehen möchten, dass eine Stiftung professionell Kapital managt und dass sie in der Lage ist, Campaigning rund um seine Aktivitäten zu stemmen. Einzeldisziplinen der Stiftungspraxis werden im Verbund gesehen. Von dieser DNA brauchen wir in der deutschen Stiftungslandschaft mehr, und genau deshalb machen wir dies zum thematischen Anker der StiftungsApéro SommerTour – und vielleicht auch darüber hinaus,
Termine Mai, Juni, Juli im Überblick.
Zusammengefasst
Die StiftungsApéro SommerTour wirft ihre Schatten voraus. New Giving wird als Oberthema im Blickpunkt stehen bei den vier Termin in Zürich (25.6.), Potsdam (7.7.), Köln (8.7.) und Augsburg (10.7.). Wir freuen uns auf spannende Gespräche, auf vielfältige Gedankenanstöße, vor allem aber darauf, den New Giving-Diskurs tiefer in die Stiftungslandschaft zu tragen. Denn New Giving bedeutet auch ein Stück weit New Investing und New Management, was wiederum nach Dampf machen im Stiftungssektor klingt. Bei allem: So schlecht klingt das nicht.












