ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
Auf dem Schweizer Stiftungstag fielen drei Worte, zu denen Tobias Karow hier im FreitagsPodcast nochmal ein paar Gedanken beiträgt. Stiftungsarbeit soll künftig nämlich 1) Beziehungsarbeit, 2) Lobbyarbeit und 3) Digitalarbeit sein. Ein Dreiklang also, der die Stiftungspraxis prägen, der vor allem aber Eines maßgeblich befördern wie beflügeln wird: die Sichtbarkeit von Stiftungen und des Stiftungssektors. Sichtbarsein? Genau, darum geht es, und dieses Sichtbarsein hat vielleicht mehr Vorteile, als viele Stiftungen immer noch denken.
Als ich mich von Dr. Christoph Degen verabschiedete, dem Chef und sicherlich auch das Gesicht von profonds, dem Schweizer Dachverband für gemeinnützige Stiftungen, sagte ich ihm, dass ich seine Ausführungen zu den letzten 30 Jahren Verbandsarbeit richtig spannend fand. Denn Eines haben ich auf dem Schweizer Stiftungstag gelernt: Lobbyarbeit, etwa für gemeinnützige Stiftungen bzw. deren Belange, fängt irgendwann an, aber sie hört nie auf. Dr. Christoph Degen und seine Mitstreiter sind seit mehr als 30 Jahren Lobbyisten für Stiftungen, für NPOen, für die gemeinnützige gute Sache, aber fertig sind sie noch lange nicht. Sie sind nach wie vor auf einer Mission.
Wie die großen Stiftungen anlegen, so können es die kleinen Stiftungen nicht machen. Ihr Stiftungsvermögen ist zu klein, ihre Möglichkeiten entsprechend beschränkt. Über diesen Allgemeinplatz sprachen wir mit Norbert Schmidt, Manager des Rentenfonds FU Bonds Monthly Income, und diskutierten mit ihm über diese eine Sache, die sich Stiftungen in Deutschland für ihr Stiftungsvermögen von den großen amerikanischen Universitätsstiftungen abschauen müssen.
Wenn wir mit dem Storytelling auf der Stiftungswebsite beschäftigen, dann setzen wir voraus, dass Stiftungen ihre Geschichten kennen und diese einfach nur zu Papier bringen müssen. Was wir dabei ignorieren ist das Scheitern am Schreiben, am Ausarbeiten einer Storyline, am Transportieren von Bildern. Dieses Scheitern am Schreiben für die Stiftungswebsite muss aber nicht sein, es gibt einfach ein paar Regeln, mit denen Stiftungen ihre Geschichte ganz einfach „zu Papier bringen“, wie wir früher gesagt hätten. Denn Schreiben kann die pure Freude sein.
Stiftungen im Speziellen bzw. das zivilgesellschaftliche Engagement im Allgemeinen brauchen einen Vollausschuss im neuen Bundestag.
Als ich diesen Tweet neulich las, dachte ich bei mir, ist das jetzt eine Aufforderung oder eine Frage, das kam nicht ganz sauber heraus. Wenn wir uns aber vergegenwärtigen, wie viel an sozialer Vielfalt es ohne ehrenamtliches Engagement und zivilgesellschaftlichen Verve nicht mehr gäbe, und dass es von diesem sozialen Kit aber künftig mehr braucht, dann stellt sich nicht die Frage ob die Forderung nach einem Vollausschuss eine Frage ist, sondern es muss eine Aufforderung sein.
Als DDR-Geborener beschäftigt mich das Land irgendwie bis heute, und es gibt Stiftungen, die an das was sich zwischen 1949 und 1989 auf deutschen Boden abspielte, auf spannende, informative und zeitlose Art und Weise erinnern. Das schafft bei mir auf jeden Fall auch die Point Alpha Stiftung, die sich ihrem Namen nach mit dem heißesten Punkt im Kalten Krieg auseinandersetzt und damit, was hätte sein können wenn aus dem Kalten ein Heißer Krieg geworden wäre. Dann wäre er vermutlich am Point Alpha so richtig entfesselt worden. Die Stiftungswebsite weiß zu fesseln.
Sollen Stiftungen auf die Barrikaden angesichts des Niedrigzinses? Dazu haben wir jüngst mit einigen Stiftungsexperten und -verantwortlichen gesprochen, und die Antwort darauf ist nicht so leicht zu finden. Fakt ist, dass auch Stiftungen durch den Niedrigzins kalt enteignet werden, wenn sie vor allem ganz konservativ in Festverzinslichen "unterwegs" sind, und dass sie für die Leistungs- und Wirkkraft um Morgen Antworten im Heute finden müssen. Im FreitagsPodcast widmen wir uns letzteren.
Es gibt sie, die Geschichten. So viel steht mal fest. Wenn Stiftungen eines haben, dann sind es gute Geschichten, und davon haben sie mehr als genug. Jedem, dem ich erzähle, dass es unzählige Museen in München ohne das Tun von Stiftungen nicht mehr geben würde, wird nachdenklich, wie das denn in seiner Stadt so vonstattengeht. Aber warum ist derlei so eine Überraschung? Sie kennen die Antwort, es ist die Sache vom Guten tun und dem drüber reden. Genau das machen Stiftungen zu wenig und zu selten. Aber es gibt Auswege.
Mit vielen Stiftungsfonds ist heute kein Staat mehr zu machen. Stiftungen können weder auskömmliche ordentliche Erträge vereinnahmen, noch klappt das mit dem Kapitalerhalt wunderbar. Es muss also was passieren im Fondsportfolio einer Stiftung, es müssen Aufgaben definiert und dafür dann die passenden Fonds gesucht werden. Wir haben die Aufgaben mal in eine StiMap gepackt und es auf Fondsebene übersetzt. Eines vorab: Der klassische Stiftungsfonds als eierlegende Wollmilchsau kann nicht mehr alle Aufgaben bewältigen.
Wer den neuen James Bond-Film schon gesehen hat, dem stellt sich die Frage nach der Doppeldeutigkeit des Filmtitels. Entweder hat Bond, weil er entlang seines Auftrags durch die Welt hetzt, wirklich keine Zeit, um sich mit seiner eigenen Endlichkeit vertraut zu machen, oder aber er es ist einfach nicht die Zeit, einen Helden sterben zu lassen. Wir spoilern hier nicht, wie es Bond in Bond25 ergeht, versuchen uns aber an einer Parallele zu unseren #fondsfibel-Stiftungsfonds. Diese haben, in Anlehnung an den aktuellen Bond-Titel, keine Zeit zu lamentieren, und es sind auch nicht die Zeiten um zu spekulieren. The new Stiftungsfonds-normal eben.
was passiert, wenn viele hundert Milliarden Euro und etliche hundert Milliarden Euro aufeinandertreffen? Wenn Gaby Ur und Hans Christoph Knall aufeinanderprallen? Es könnte dann so sein, dass sich die junge philanthropische Masse so in Bewegung setzt, dass die alte philanthropische Masse davon eruptiv erfasst wird. Das mag etwas schablonenhaft daher gesagt sein und an Napoleons bekanntes Zitat über China erinnern („Wenn China erwacht, bebt die Welt.“), aber im Kern dürfte da etwas dran sein. Beim The Gatsby 26, dem etwas anderen StiftungsApéro, diskutierten wir zum Abschluss der 2026er StiftungsApéro-Saison darüber, was dieses „New Giving“ ist und wo es Stiftungen dazu bringen wird, sich zu verändern.
Lena Häfermann ist Autorin, Texterin und Gründerin der Plattform Lokale Momente, ein digitaler Marktplatz für regionale Erlebnisse. Sie lebt seit ihrem Studium in Bremen. Die Hansestadt und Norddeutschland spielen in ihren Büchern die Hauptrolle: in Reiseführern, gemütlichen Kriminalromanen und Liebesgeschichten. Als Redakteurin schreibt sie für regionale Wirtschaftsmagazine über diverse Themen.
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
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