Was passiert, wenn viele hundert Milliarden Euro und etliche hundert Milliarden Euro aufeinandertreffen? Wenn Gaby Ur und Hans Christoph Knall aufeinanderprallen? Es könnte dann so sein, dass sich die junge philanthropische Masse so in Bewegung setzt, dass die alte philanthropische Masse davon eruptiv erfasst wird. Das mag etwas schablonenhaft daher gesagt sein und an Napoleons bekanntes Zitat über China erinnern („Wenn China erwacht, bebt die Welt.“), aber im Kern dürfte da etwas dran sein. Beim The Gatsby 26, dem etwas anderen StiftungsApéro, diskutierten wir zum Abschluss der 2026er StiftungsApéro-Saison darüber, was dieses „New Giving“ ist und wo es Stiftungen dazu bringen wird, sich zu verändern.

The Gatsby diskutiert was ist und was sein könnte
Sowohl The Gatsby 26 bzw. die anderen beiden StiftungsApéros in Potsdam und Köln als auch unser Werkstatt Festival für Stiftungsvermögen VTFDS26 haben demgemäß zweierlei unterstrichen:
- Die Stiftungslandschaft diskutiert die richtigen Dinge, aber sie zieht die falschen Schlüsse. Dass New Giving viele Chancen für den Sektor mit sich bringt, ist eine richtige Annahme. Aber zu folgern, dass die Eruption im Sektor wie eine Flut alle Boote automatisch hebt, ist die falsche Ableitung.
- Viele Stiftungen hoffen, dass ich die Frage „Soll ich mehr Haltung zeigen und mich kommunikativ profilierter nach draußen wagen“ im Kontext einer fluiden politischen Mengenlehre früher oder später von selbst erübrigt. Nur, die Frage nach Profil-Bildung und Silo-Haltung hat mehr etwas von einem Plateau und weniger etwas von einer Welle.
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Stiftungsvermögen zwischen Investieren und Ignorieren
Wir sprechen über mehr als 28.000 rechtsfähige Stiftungen in Deutschland. Jede dieser Stiftungen existiert ob eines Steuerprivilegs, dass sie sich jedes Jahr aufs Neue verdienen muss. Um das Vermögen einer Stiftung, ganz gleich wie groß es ist, muss sich daher gekümmert werden – kümmern im Sinne von Managen, nicht im Sinne von Verwalten. Unser Werkstatt Festival für Stiftungsvermögen VTFDS26 Mitte Juni in Leipzig zeigte ganz deutlich, worauf es dabei ankommt: die 3 As (Anlageziel, Anlagekonzept, Anlagerichtlinie), die 4 Ds (Diversifizieren, Delegieren, Dokumentieren, Durchhalten) und eine Portion Kobayashi Maru. Für alle, die in Leipzig nicht dabei sein konnten, empfiehlt sich die VTFDS Mediathek. Allein die „Offen gesprochen“-ExpertenTalks liefern mehr als 8 Stunden Deep Dive, Erfahrungswerte und echte Anregungen für die tägliche Praxis jeder Stiftung. Und ab 1.10.2026 öffnen wir auch das Ticketing zum VTFDS27, es empfiehlt sich, sich frühzeitig eines der 200 Tickets zu sichern.

SOKOMS26 wird sich ein Festival für Liebhaber von Ecken und Kanten
Am 3ten und 4ten November öffnet unser Werkstatt Festival für Stiftungsvermögen SOKOMS26 in Leipzig wieder seine Pforten. Unser Anliegen ist es, an beiden Tagen nicht nur über das kommunikative Morgen von Stiftungen zu diskutieren, sondern das kommunikative ICH von Stiftungen zu wecken. Stiftungskommunikation heißt heute
- digital zu sein, offline aber nicht zu ignorieren
- Long Reads und Short Cuts zu können
- authentisch zu sein
- mehr Kante zu zeigen
- KI-Werkzeuge zu nutzen
- haltungszentriert zu agieren
Moment, Haltung? Steckt da die Frage drin, ob Stiftungen politischer sein sollen, politischer kommunizieren sollen? Ja, genau das ist damit gemeint, und diese Frage webt sich wie ein Roter Faden in das SOKOMS26-Programm. Denn die Frage, ob Stiftungen politischer sein sollen, beinhaltet sowohl ein Müssen und ein Dürfen. Schon mit dem SOKOMS26 EröffnungsTalk gehen wir hier „All in“. Die erste Stufe des Programms samt Line-up haben wir auf dem FestivalHub gezündet, und für die frühen Vögel steht auch die Super Early Bird-Option im Ticketing noch offen. Die Anhänger von „Der späte Bär fängt mehr“ werden aber im Ticketshop sicher auch noch fündig. Ein besonderes Schmankerl hält Stefan Krüger von cocodibu für Stiftungen bereit. Er hat das Konzept des KommunikationsKollektivs für Stiftungen entwickelt, sagt dazu: „Stiftungen haben große gesellschaftliche Relevanz, aber oft k(l)eine Kommunikationsbudgets, um das zu transportieren. Das Kommunikationskollektiv will helfen, diese Lücke zu schließen“. An Tag 1 von SOKOMS26 um 17 Uhr in der Work Street Galerie in Haus 2 lädt Stefan Krüger zum Workshop – das Anliegen ist klar: Gemeinsam kommuniziert es sich einfacher, und kraftvoller.

Der TerminTipp für alle Vermögensmacher in Stiftungen
Am 17. September trifft sich in Stuttagrt das Who is Who der deutschen institutionellen Kapitalanlage – beim FAROS Investoren Summit 2026. Geopolitische Verschiebungen, notwendige Weichenstellungen und die Folgen der viel zitierten Zeitenwende stehen auf der Agenda, als Vortragende konnten unter anderem Prof. Dr. Ulrike Malmendier, Dr. Gertrud Traud und Prof. Dr. Nicole Deitelhoff gewonnen werden, Panels und Diskussionen sind damit höchstkarätig besetzt. Wir begleiten den FAROS Investoren Summit auch in diesem Jahr als Plattform-Partner, werden berichten und weitertragen – und können Stiftungsverantwortlichen nur empfehlen, teilzunehmen.
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Das finale Apercu
Es treibt uns gerade um, wie wir mehr Stiftungen als bisher aus ihren Silos rauslocken, von der „Das haben wir immer so gemacht da könnte ja jeder kommen“-Fessel zu befreien. Wenn Sie als Stiftungsverantwortliche oder Stiftungsverantwortlicher eine Idee haben, schreiben Sie mir an t.karow@stiftungsmarktplatz.eu, wer mir zuerst schreibt, den lade ich ein, genau über diese eine Frage in No. 2 unseres Social Profit Kosmonauten zu sprechen, unserem gedruckten SOKOMS26 Festival Orbiter. Vielleicht kommen wir im Interview gemeinsam drauf, woran es hakt. Oder was es braucht. Oder dass der Befund falsch ist. Nun ja, ich freue mich heute bereits auf dieses Sneak Interview. Denn heißt es nicht, das Unerwartete hat den größten Reiz? In diesem Sinne…












