letzte Woche durfte ich auf Einladung des Deutschen Stiftungszentrums und der Ludwig Erhard Stiftung (übrigens durften wir im #FreitagsPodcast mit Prof. Roland Koch über das sprechen, was Wirtschaftspolitik heute von Wirtschaftspolitik Erhard’scher Prägung lernen könnte) im Bonner Kunstmuseum an einer Abendveranstaltung teilnehmen.
Es drehte sich an diesem Abend um die Verfasstheit Deutschlands nach gefühlt 2 Jahren Permanent-Krise und im Angesicht weiterer krisenhafter Jahre, die – so trichtert uns die Berliner Krisen-Beschallungsmaschine ja wenig wortgewandt ein – noch vor uns liegen.
In diesem Kontext analysierte Friederike von Bühnau, ihres Zeichens Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, die Rolle von Stiftungen in just diesem Umfeld. Sie brachte in ihrem Impuls drei Kennzeichen von Stiftungen in der Krise mit, und machte mir Mut, dass es ausreichend Kräfte in diesem Land gibt, die Krisen widerstehen und Wege in ein besseres Morgen aufzeigen können.

Das Problem ist ja nicht, dass man die Wege nicht sieht, sondern dass man sie nicht geht.
Für Friederike von Bühnau sind Stiftungen aus den Erfahrungen der jüngsten Krise demgemäß vor allem…
- … unabhängig
- … resilient
- … handlungsfähig
Als wir beim anschließenden Umtrunk darüber sprachen, auch mit anderen Stiftungsverantwortlichen, zeigte sich sofort, dass diese das genauso sahen – und eben nicht in diese Ohnmacht-Litanei der politischen Kaste einschwenken wollten.
Stiftungen als aktive Akteure
Sie sehen sich als aktive Akteure, als machende Aktivposten in der Gesellschaft, und sie sehen für die Probleme eben jene Lösungen, auf die sich die ideologie-verrauchten Parteizentralen hierzulande kaum mehr zubewegen. Atomausstieg ist so ein Beispiel. Erst Ausstieg, dann Wiedereinstieg, jetzt n bisschen Ausstieg, da ist für jeden was dabei, nur die langfristig tragfähige Lösung bleibt auf der Strecke.
Mich machte dieser Abend in Bonn dennoch hoffnungsfroh, dass wir immer noch ein Land sind, dass Lösungen nicht nur denken, sondern eben auch erzielen kann.

Wir auf dem Deutschen Stiftungstag…
Entsprechend freuen wir uns auf den Deutschen Stiftungstag in Leipzig Ende September, DEM größten Branchentreff des Stiftungssektors in Europa.
Wir werden wieder viele Stiftungsverantwortliche und Stiftungsexperten treffen, selber werde ich am 29.9.2022 um 9:30 Uhr in Saal 2 eine Diskussion moderieren, in der es sich um authentisches nachhaltiges Investieren drehen wird. Und damit es auch authentisch im Kontext des Veranstaltungsortes ist, werde ich diese Diskussion auf sächsisch moderieren, meinem Heimatdialekt.
Wen wir in Leipzig alles treffen, dazu werden wir kurz vor dem Deutschen Stiftungstag noch eine SonderPOST versenden, vorher ist der September allerdings auch noch vollgepackt mit für Stiftungen spannenden Terminen.
Wie zum Beispiel:
VeranstaltungsTipp I
Mittwoch, 21. September 2022 (10-11:30 Uhr) – ein Online-Event von Engagement Global Digitales Entwicklungspolitisches Stiftungsgespräch: Wie Stiftungen innerhalb Deutschlands weltweit wirken können
Ziel dieses entwicklungspolitischen Stiftungsgesprächs im kompakten, anderthalbstündigen Online-Format ist es, anhand praxisnaher Beispiele zu erkennen, zu welchen der 17 Nachhaltigkeitsziele Ihre Stiftung schon heute einen positiven Beitrag leistet. Der praktische Einblick erfolgt zu Themenbereichen wie zum Beispiel Sprach- und Leseförderung, Aufklärung zu Gesundheit und Ernährung, Umwelt- und MINT-Bildung sowie Medienkompetenz und Digitales.
Wir möchten Sie mit Materialien und Förderungen inspirieren und motivieren – ohne großen Aufwand – neue Wege zu gehen, nach dem Motto: Lokal handeln – aber global wirken! Für weitere Informationen und um sich anzumelden folgen Sie einfach dem Link.
Unsere Einschätzung: Die praktischen Beispiele machen die Projektarbeit sehr anfassbar, Pflichttermin für alle Stiftungen, die im Lokalen neue Akzente setzen wollen.
VeranstaltungsTipp II
Mittwoch, 21. September 2022 (11 Uhr) – ein Online-Webinar von Universal Investment UI-ChampionsCall mit Cape Capital zur Situation an den globalen Rentenmärkten
Am 21.9.2022 steht ab 11 Uhr ein weiterer spannender UI-ChampionsCall von Universal Investment mit Cape Capital auf der Agenda, zu dem sich auch Stiftungsverantwortliche kostenfrei anmelden können.
Als Referent ist Michael Lienhard, Portfolio Manager beim Schweizer Vermögensverwalter Cape Capital mit an Bord, den wir auch bereits beim UI-Frühstücksseminar kennenlernen durften. Er wird über Wachstums- und Inflationssorgen als aktuelle und künftige Marktparameter sprechen – und über erste Hoffnungsschimmer für Rentenanleger.
Es handelt sich hierbei um eine Live-Präsentation, also wirklich auf der Höhe der Zeit. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.
Unsere drei Lehren aus dem UI-ChampionsCall mit dem finnischen Vermögensverwalter Aktia finden Sie im Übrigen auf unserem Blog #stiftungenstärken.
Unsere Einschätzung: Stiftungen müssen den Rentenmarkt im Auge haben, von daher empfiehlt sich das Webinar für alle Finanzverantwortlichen in Stiftungen.

Platow Eurofinance Stiftungsforum – wir sind Plattformpartner
Am 18.10.2022 öffnet das Platow Eurofinance Stiftungsforum wieder seine Pforten.
Wieder mit einem fachlich abwechslungsreichen Programm auf der Höhe der Zeit, wieder im Stadthaus am Markt in Frankfurt am Main, wieder mit einem von uns ab 11 Uhr moderierten Elevator Pitch, in dem wir vier vermögensverwaltenden Anlagekonzepten für Stiftungen auf den Zahn fühlen.
Informieren und anmelden können Sie sich hier.
Wir freuen uns auf Sie Mitte Oktober in der Mainmetropole.

Was diese Woche noch ansteht…
13.9.2022, Fundraisingtag München
13.9.2022, Konferenz Stiftung & Unternehmen, Frankfurt/Main
16.9.2022, StiftungsWies’n, München
Apropos ‚was los‘
Kennen Sie eigentlich unseren jüngsten Medienpartner beim Virtuellen Tag für das Stiftungsvermögen?
Ist das Magazin Prinzip Apfelbaum, klicken Sie einfach mal auf den Banner, und lernen Sie dieses äußerst spannende Medium einfach mal kennen – es lohnt sich (wenn Sie die Magazin-Seite besuchen werden Sie wissen, was ich meine).

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Das finale Apercu
Ich komme nochmal zurück auf den Impuls von Friederike von Bühnau bei der Abendveranstaltung in Bonn. Was ich für mich noch im Kopf mitnehme ist, dass Stiftungen – anders als der Staat – Lösungsansätze auch mal ausprobieren und darüber Geschichten des Gelingens schreiben können.
Das ist ein sehr schönes Bild, das Friederike von Bühnau hier bemühte. Bedingung dafür ist aber auch dass Stiftungshandeln sichtbarer wird, dass es noch stärker in Allianzen gedacht wird.
Womit wir beim Story Telling von Stiftungen und der Verortung in der Plattform-Ökonomie wären. Dies wiederum braucht den kreativen, den handelnden Menschen, von denen es hierzulande sehr sehr viele gibt, mehr als man glaubt.
Der Stiftungstag wird genau das wieder zeigen und Frau von Bühnau bestätigen, die abschloss mit einem Satz, der gerne so stehen bleiben kann: Das Gelingen einer Stiftung ist die Summe der kreativen, handelnden Menschen die sie tragen. Dem ist nichts hinzuzufügen, und wenn doch, dann an anderer Stelle.
