789 BEITRÄGE
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
Sofern Stiftungen im Fundraising erfolgreich sein wollen, müssen sie das Bitten (er)lernen. Ja, Sie haben richtig gelesen, um etwas zu bitten, das müssen Stiftungen in vielen Fällen lernen. Dazu gehört, sich aus der eigenen Komfortzone zu lösen, sich am Ausprobieren zu erfreuen – und vor allem zu begeistern. Warum sich genau hier Stiftungsverantwortliche schwer tun, darüber sprachen wir mit Sabine Heß, Autorin von „Die Kunst des Bittens“.
Dass Menschen beim Bitten Berührungsängste haben, ist nur – sie ahnen es – menschlich. Wer einem anderen Menschen seine Gefühle offenbart, ihn bittet ihn zu lieben, der riskiert eigentlich nur eine Abfuhr. Das fühlt sich schlimm an, man möchte sich regelecht einsargen, aber bezogen auf das Verweilen auf der Erde ist solch eine Abfuhr nicht mal eine Sprenkelung auf einem Stein. Diese Erkenntnis gehört auch zur Kunst des Bittens, der sich Sabine Hess in ihrem neuen Buch „Die Kunst des Bittens“ ausgiebig genähert hat. Wir haben reingelesen, und für Stiftungen beziehungsweise Spenden sammelnde Organisationen relevante Hinweise für die Spendensammelpraxis gefunden.
Es hält sich immer wieder der Allgemeinplatz, dass Wohlfahrtsorganisationen nicht innovativ sein können. Nun, wir haben den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), eine der wichtigsten Blaulichtorganisationen in Deutschland, ganz anders kennengelernt. Mit Sabine Richards, Referentin Fundraising beim ASB, sprachen wir über Anforderungen im Hier und Jetzt, über Herzensprojekte wie den Wünschewagen und just über eine Innovation, die jungen Menschen Räume neu öffnet – und die mit Virtual Reality zu tun hat. Wir lernen: Der ASB kann Innovation.
Wer die beiden Worte Compliance und Stiftung miteinander in einen Satz packt, der spaltet die Empfänger dieser Information. Die einen ignorieren, erwidern „das brauchen wir nicht“ oder haben eben noch nie davon gehört. Die andere Seite beschwört sofort, dass Compliance in Stiftungen ein super-wichtiges Thema sei, über das viel zu wenig diskutiert wird im Stiftungssektor. Wir konnten uns beim Österreichischen Stiftungsfrühling (ÖSF) davon überzeugen, dass Compliance System braucht, auch in Stiftungen, und brachten Anregungen mit, wie das gehen kann. Aber auch sonst setzte die 2024er Ausgabe des ÖSF auch praxisnahe Hinweise für Stiftungsverantwortliche. Aus Zürich wiederum brachten wir ein Update rund um Forstinvestments mit – und durften selbst etwas zum Stifterland Deutschland berichten. Unser Field Trip nach Österreich und in die Schweiz in Bildern.
Stiftungseperten können Stiftungen unterstützen, ihnen helfen, wirkmächtiger am großen Ganzen mitzuarbeiten. Natürlich wird der Stiftungssektor nicht jedes Problem lösen können. Natürlich sind die Mittel, die dem Stiftungssektor zur Verfügung stehen, gering im Verhältnis zu den Waschkörben, die der Staat zum Fortkommen des Gemeinwohls verfügbar macht (bzw. machen könnte). Dennoch muss sich der Stiftungssektor nicht verstecken, und ich bin davon überzeugt, dass da sogar „noch mehr geht“. Stiftungsexpertinnen und Stiftungsexperten werden demgemäß künftig eine gewichtigere Rolle spielen. Das Handbuch „Mein Stiftungsexperte“ als gedruckter Ableger der Stiftungsexperten-Datenbank meinstiftungsexperte.de gehen genau an diesem Punkt in die Bütt.