785 BEITRÄGE
ist Gründer und Geschäftsführer von stiftungsmarktplatz.eu und im Stiftungswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit 10 Jahren aktiv. Er ist Herausgeber der FondsFibel für Stiftungen & NPOs, dem führenden Nachschlagewerk für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds (www.fondsfibel.de), Vorträge hält er vor allem zum Thema ‚Stiftungen und ihr Weg in die digitale Welt‘. Für beide Themen betreibt er den Blog #stiftungenstärken.
Es hält sich immer wieder der Allgemeinplatz, dass Wohlfahrtsorganisationen nicht innovativ sein können. Nun, wir haben den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), eine der wichtigsten Blaulichtorganisationen in Deutschland, ganz anders kennengelernt. Mit Sabine Richards, Referentin Fundraising beim ASB, sprachen wir über Anforderungen im Hier und Jetzt, über Herzensprojekte wie den Wünschewagen und just über eine Innovation, die jungen Menschen Räume neu öffnet – und die mit Virtual Reality zu tun hat. Wir lernen: Der ASB kann Innovation.
Wer die beiden Worte Compliance und Stiftung miteinander in einen Satz packt, der spaltet die Empfänger dieser Information. Die einen ignorieren, erwidern „das brauchen wir nicht“ oder haben eben noch nie davon gehört. Die andere Seite beschwört sofort, dass Compliance in Stiftungen ein super-wichtiges Thema sei, über das viel zu wenig diskutiert wird im Stiftungssektor. Wir konnten uns beim Österreichischen Stiftungsfrühling (ÖSF) davon überzeugen, dass Compliance System braucht, auch in Stiftungen, und brachten Anregungen mit, wie das gehen kann. Aber auch sonst setzte die 2024er Ausgabe des ÖSF auch praxisnahe Hinweise für Stiftungsverantwortliche. Aus Zürich wiederum brachten wir ein Update rund um Forstinvestments mit – und durften selbst etwas zum Stifterland Deutschland berichten. Unser Field Trip nach Österreich und in die Schweiz in Bildern.
Stiftungseperten können Stiftungen unterstützen, ihnen helfen, wirkmächtiger am großen Ganzen mitzuarbeiten. Natürlich wird der Stiftungssektor nicht jedes Problem lösen können. Natürlich sind die Mittel, die dem Stiftungssektor zur Verfügung stehen, gering im Verhältnis zu den Waschkörben, die der Staat zum Fortkommen des Gemeinwohls verfügbar macht (bzw. machen könnte). Dennoch muss sich der Stiftungssektor nicht verstecken, und ich bin davon überzeugt, dass da sogar „noch mehr geht“. Stiftungsexpertinnen und Stiftungsexperten werden demgemäß künftig eine gewichtigere Rolle spielen. Das Handbuch „Mein Stiftungsexperte“ als gedruckter Ableger der Stiftungsexperten-Datenbank meinstiftungsexperte.de gehen genau an diesem Punkt in die Bütt.
Gemeinwohl ist ein großes wie abstraktes Wort. Stiftungen sind dem Gemeinwohl verpflichtet, Politik und Wirtschaft allerdings auch. Um hier orientiert zu bleiben und zu werden, gibt es seit einigen Jahren das Gemeinwohlforum, auf dem sich unter anderem auch gemeinwohlorientierte Start-ups präsentieren. In diesem Jahr war unter anderem ecomates aus München zu Gast. Wir sprachen in AHOI, NPO!, unserem freitäglichen Podcast, mit Thomas Schiffelmann (im Hauptjob Marketingleiter bei Handicap International), dem Initiator des Gemeinwohlforums, über das Wofür und fragten, warum das Gemeinwohl eine gute Richtschnur für das ökonomische Morgen sein könnte.
Vom jüdischen Alltag zu lernen, kann den Horizont weiten. Diese Erkenntnis nahmen wir aus der neusten Folge von AHOI, NPO!, unserem FreitagsPodcast, mit, in der wir mit Stefan Haake, dem Finanzvorstand der CER Stiftung, sprachen. Er nahm uns unter anderem mit in die Welt der jüdisch geprägten Kapitalanlage und damit in ein Gedanken- und Erfahrungsgerüst, das sehr inspirierend für Stiftungen im Hier und Jetzt sein kann. Ein Talk der Marke "Bitte mehr davon".