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Stiftungsvermögen zwischen Girokonto und Katarina Witt

#vtfds goes Festival – was Stiftungen lernen können wissen müssen

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Lesezeit: 4 Minuten

Stiftungsvermögen zu managen ist erste Pflichtaufgabe von Stiftungsverantwortlichen. Wird diese Pflicht erfüllt, ist die Kür dann umso formvollendeter. In Deutschland wird in diese Pflichtaufgabe aber immer noch zu wenig Energie gesteckt, während sich die Kür vor Fürsorge kaum retten kann. Es entsteht in Stiftungen eine Disbalance. Beim #vtfds26 möchten wir mit allen Stiftungen, die das Networking Festival für Stiftungsvermögen am 16. und 17.6.2026 in Leipzig besuchen, an genau dieser Disbalance arbeiten. Wir blicken voraus, und zurück auf eine Weltkarriere.

#vtfds26 möchte sie mit Insights und Inputs zum Management von Stiftungsvermögen anno 2026 inspirieren und informieren. Denn wer in der Pflicht patzt, der backt in der Kür oft kleine Brötchen. Eine gab es jedoch, die war in der Lage, auf eine mittelmäßige Pflicht eine herausragende Kür draufzusetzen und sich damit dann doch die Krone aufzusetzen. Die Rede ist von Eiskönigin Katarina Witt.

Wir schreiben den 27ten Februar 1988, in Calgary laufen die Olympischen Winterspiele. Es ist 17:30 Uhr Ortszeit. Im Saddledome zieht „The battle of the Carmens“ jeden in ihren Bann. Katarina Witt, amtierende Olympiasiegerin, musste mit Rückstand aus Pflicht- und Kurzprogramm in der alles entscheidenden Kür vor ihrer Konkurrentin Debbie Thomas aufs Eis – und zauberte vor einem Milliardenpublikum einen Vortrag aufs Eis, der bis heute in Erinnerung geblieben ist und ihr Olympiasieg Nummer 2 bescherte. Katarina Witt als Carmen, das gilt als Masterpiece einer Kür, auch weil sie in diesen 4 Minuten Selbstvertrauen, Nervenstärke, Technik und künstlerischen Ausdruck perfekt zueinander fügte.

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Katarina, die Unerschütterliche

Der Moment der Kür ist aber jener, als Trainerin Jutta Müller vor der Kür an der Bande ihre Hand auf jene von Kati Witt legt. Ein letztes Mal schauen sich die beiden tief in die Augen, und aus der gestählten Sportlerin Kati Witt wird im Vertrauen auf die eigene Stärke „La Witt“, Katarina die Unerschütterliche. Der Rest ist deutsche Sportgeschichte. Genau dieses Unerschütterliche treibt mich um, seit wir das Programm für unser #vtfds26 Festival zusammengestellt haben. Stiftungsvermögen braucht in diesen Tagen und Jahren dieses Element des Unerschütterlichen, robust nennen es einige Asset Manager, meint aber im Kern das Gleiche. Wie schaffen wir es, dass deutsche Stiftungsvermögen ertragskräftiger werden, und gleichzeitig mit wachsender Ertragskraft auch die Unerschütterlichkeit wächst? Wenn wir über das strategische Morgen deutscher Stiftungsvermögen diskutieren, dann müssen nicht nur zwei Teile zusammengefügt werden, sondern viel mehr.

Handwerk und Durchhaltewillen gefragt

Stiftungsvermögen braucht heute mehr denn je eine Idee, ein Ziel, jede Menge Handwerk und vor allem Durchhaltewillen. Es braucht eine ordentliche Portion Kati Witt im Stiftungsvermögen, gepaart mit der Erkenntnis, dass der Weg zum langfristigen Anlageerfolg steinig ist. Ist Kati Witt als Eisprinzessin, als ‚One in a million‘, vom Himmel gefallen? Nein, sie hat sich das hart erarbeitet, genauso wie sich der Anlageerfolg einer Stiftung auch erst langfristig und durch harte, sorgfältige Arbeit einstellt. Jedes Stiftungsvermögen ist wie ein Rohdiamant, es muss „nur“ geschliffen werden – und braucht dafür dann auch jedes für sich seine Madame Sorgfältigkeit an der Seite, also seine Jutta Müller. Also diesen externen Garanten dafür, den richtigen Weg zu finden, zu gehen und aus Rückschlägen Kraft zu schöpfen (für das Stiftungsvermögen sind dies Anbieter stiftungsgeeigneter Fonds, Vermögensverwalter und Asset Allokatoren).

Die Angst, Fehler zu machen beim Stiftungsvermögen, braucht es nicht

Kati Witts Comeback zu den Olympischen Spielen in Lillehammer 1994 wurde verfilmt. Einige Sätze haben es hier richtig in sich. So sagt Jutta Müller im Film vor der Kür in Calgary zu ihrer Vorzeigeschülerin, dass immer, wenn der Druck maximal war, sie sich geerdet und konzentriert hat, „und dann bist Du da durch die Angst durch“. Müssen Stiftungen auch durch die Angst durch, die Angst, Fehler im Anlegen bzw. Managen ihres Stiftungsvermögens zu machen? Ich glaube schon, wenn mir Stiftungsverantwortliche ihre Fragen schreiben, dann ist da immer dieses leicht Unsichere zu spüren, zwischen den Zeilen. Wenn wir mit dem #vtfds26 Festival am 16. und 17. Juni in Leipzig Eines anpacken möchten, dann ist es, diese Ängste zu überwinden, die Blockaden zu lösen – durch Gespräche, durch Inspiration, durch Workshops, durch Begegnungen, powered by familarity.

Ist Stiftungsvermögen harte Arbeit? Ja!

In diesem Sinne freuen wir uns auf jeden, der zum Festivalgänger wird, nach Leipzig in die Future Fabrik kommt und für das seiner Stiftung die Mission „4% Ordentlicher Ertrag“ startet (verlinken auf die 4% Sektion auf vtfds.de). Wir möchten eine ordentliche Zahl von Stiftungen auf den Weg von Katarina Witt bringen, sich mit weniger als dem Optimum nicht zufrieden zu geben.

Aber Katarina Witt hatte nicht nur ein Ziel, sie stand auch für harte Arbeit, für filigranes Finetuning, für das richtige Timing sowie eben auch für das Umsetzen dessen, was sie sich im Training erarbeitet hat. Setzen Stiftungsgremien allesamt und immerzu das um, was sie sich in ihren Sitzungen erarbeiten? Als Antwort kommt mir Nein in den Sinn, auf jeden Fall taugt Katarina Witt beim Nachdenken über das Management von Stiftungsvermögen zur Blaupause. Denken Sie beim Sinnieren darüber ruhig mal an Kati Witt, die in einer Doku sagte, Leistungssport sei kein Sparziergang durch den Wald. Das ist das Managen von Stiftungsvermögen auch nicht, der Unterscheid ist nur: Eine Karriere wie die von der Sportlerin Katarina Witt ist irgendwann vorbei. Stiftungsvermögen ist ewig.

Zusammengefasst

#vtfds26, das Networking Festival für Stiftungsvermögen, steht auf der Startrampe. Stiftungsverantwortliche, die dabei sind, werden sicherlich unheimlich viele take aways rund um Strategien und Strukturen für Stiftungsvermögen mitnehmen. Sie werden in der Stiftungsrechtswerkstatt lernen, eine Anlagerichtlinie auf der Höhe der Zeit zu formulieren, im Impact Lab werden sie inspiriert, über eine Impact-Quote in ihrem Stiftungsvermögen nachzudenken. Dazu sind 10 Offen gesprochen-Talks angesetzt, mit Protagonisten wie Dieter Lehmann, Dr. Jens Ehrhardt, Lena Lappe, Rainer Königs, Ulrike Esther Franke, und vielen mehr. #vtfds26 wird intensiv, abwechslungsreich und lebendig, wir freuen uns jetzt schon, wenn es losgeht. Denn: Stiftungsvermögen ist nun mal Pflicht, und bei aller Kür muss die halt erledigt werden. Denken Sie mal an Kati Witt.