Mein stiftungsmarktplatz-Highlight 2021

Neues wagen bei Online-Events durch Social Media

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Mein Stiftungsmarktplatz Hightlight 2021
Lesezeit: 3 Minuten

Was im März 2020 sich noch als notgedrungenes Ausweichen begonnen hat, ist im Jahr 2021 fast schon eine Selbstverständlichkeit: Veranstaltungen via dem World Wide Web. Auch der diesjährige #vtfds21, der Tag für das Stiftungsvermögen, fand in der digitalen Welt statt. Im Vorfeld wurde gebrainstormt, diskutiert, hin- und herüberlegt, wie wir das Event möglichst analoggetreu gestalten können. Ein Baustein hierfür war die Begleitung der Veranstaltung über Twitter: Ein Projekt, das sich zu einem meiner persönlichen Highlights in diesem – und zugleich meinem ersten – Jahr bei siftungsmarkplatz.eu auserkoren hat.

Vermessung eines Jahres

Woran misst man ein Jahr? Man kann Tag für Tag anhand der Zeitmessung bestimmen, oder das Jahr in gute und weniger gute Tage einteilen. Man kann die Nachrichten des vergangenen Jahres analysieren und die bedeutendsten herausheben, wie in einen der vielen Jahresrückblicke. Ich habe mich in der letzten Zeit öfter dabei beobachtet, das vergangene Jahr aus dem Blickwinkel des Wachstums zu betrachten. Was habe ich gelernt? Über mich und die Welt? Was haben wir als Gesellschaft gelernt? Welche Entwicklung habe ich an meinen engsten Mitmenschen wahrgenommen?

Ein Jahr, an dem man wächst

Man wächst vor allem an den Situationen, die man in ihrer Eigenart so zum ersten Mal erlebt. Ein solches Erlebnis war für mich die Begleitung des zweiten virtuellen Tags für das Stiftungsvermögen via Twitter. Social Media ist zwar kein „Neuland“ für mich, jedoch war die zeitgleiche Begleitung einer virtuellen Veranstaltung, die mit einer Vielzahl von Referierenden und Themen nur so strotzt, eine neue Herausforderung. Bereits in diesem Blogeintrag habe ich meine persönliche Learnings und Tipps für ähnliche Projekte weitergegeben. In dem heutigen Beitrag soll es ein wenig metaphysischer werden: Was können wir mitnehmen aus den zahlreichen Online-Events in 2021 und dem vielfältigen Angebot von Social Media, dessen Nutzung durch Corona einen wahrhaften Boost erfahren hat[1]?

Digital muss keine Notlösung sein

Vielleicht wünscht sich auch die eine oder der andere, dass Online-Events so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Vom Bildschirm müde Augen verfolgen eine digitale Veranstaltung schwerfälliger, bestimmt fehlt auch der direkte, persönliche Austausch mit anderen. Aber gibt es auch nicht so viel Positives, das man der digitalen Welt für die Zwecke einer Stiftung oder einer Plattform wie Stiftungsmarktplatz abgewinnen kann? Jeder kann schnell zu einem digitalen Event per Mausklick „anreisen“. Zugegeben, was fehlt, und das kann keine Plattform bieten, ist eben das ungepixelte Kennenlernen und Austauschen, wie es eben nur ein Zusammenkommen im analogen Leben abbilden kann. Doch warum nicht die Vorzüge der einen mit denen der anderen Welt verbinden? Eine gut betreute Social-Media-Präsenz ist für Stiftungen ein wichtiges Standbein für die Öffentlichkeitswirksamkeit, mit und ohne coronabedingten Online-Veranstaltungen.

Und falls digital doch die einzige Wahl im neuen Jahr bleibt:

Natürlich sollte man die Hoffnung auf Veranstaltungen in der Welt ohne Anschluss an ein Breitbandkabel auch vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen nicht über Bord werfen. Jedoch hat auch dieses Jahr gezeigt: Es ist immer gut, auf einen Plan B zurückgreifen zu können. Deshalb, für den Fall der Fälle, zwei Gründe, weshalb Sie ihr nächstes Online-Event über Twitter begleiten sollten: Über die nahezu räumliche Grenzenlosigkeit von Twitter erreicht man auch diejenigen, die zwar an den Themen der Veranstaltung interessiert sind, aber kein großer Fan von digitalen Events sind. Auch wenn das vordergründige Ziel ist, viele Teilnehmer für eine Veranstaltung zu gewinnen – eigentlich geht es doch darum, einen Raum der Begegnung für Gleichgesinnte zu schaffen, sei es über die Veranstaltung selbst oder ein begleitendes Medium. Und so komme ich gleich zu Punkt zwei:  Plattformen wie Twitter erleichtern den direkten Austausch mit anderen. Twitter ist hierfür so herrlich unkompliziert: Retweeten, also das Teilen von Beiträgen, Liken und Beiträge kommentieren – ein multifunktionelles Kommunikationstool für den Austausch über die Themen in Echtzeit.

Warum wir Twitter auch im nächsten Jahr treu bleiben

Nun könnte man sich fragen, warum man einen solchen Austausch nicht direkt über die digitale Veranstaltung in Form des Sich-Dazuschaltens oder eines Chatrooms macht. Ich denke, das hängt von der Art des Konzepts der jeweiligen Veranstaltung ab. Soll es wie Fernsehen sein oder eher wie ein Zoommeeting? Wir haben uns für ersteres entschieden. Somit fand der #vtfds21 in einem Studio statt, Fragen konnten per E-Mail an die Referenten und die Moderation gestellt werden. Oder eben als Kommentar oder Retweet über Twitter Gehör finden. Und hier zeichnet sich wieder der Vorteil von Social-Media ab: Es vernetzt schnell und schafft einen Raum für Diskussion. E-Mails werden zwar weitläufiger genutzt, sind jedoch ein wenig schwerfälliger im gedanklichen Austausch.

Zusammengefasst

Ja, Online-Events sind gekommen, um zu bleiben. Ob man das gut oder weniger gut findet, ist eine persönliche Entscheidung. Eine positive Nachricht für alle: Der digitale Raum bietet viele Möglichkeiten, zu wachsen und neue Wege einzuschlagen. In dem großen Baukasten des Internets werden wir auch nächstes Jahr, vor allem zum #vtfds22, auf Twitter zurückgreifen. Bis dahin: Genießen Sie die Zeit abseits des digitalen Raums – wir sehen uns wieder früh genug – hier und auf Twitter.


[1] Bitkom Research, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Social-Media-Nutzung-steigt-durch-Corona-stark-an.