Eine Stiftungswebsite atmet Vielfalt

Die Ultimative Stiftungswebsite-Lobhudelei: www.succow-stiftung.de

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Stiftungswebsite Lobhudelei Succow-Stiftung
Lesezeit: 4 Minuten

Eine Stiftungswebsite, die atmet, ist lebendig. Lebendig ist wiederum ist was vielfältig ist,und genau um diese Vielfalt der Welt kümmert sich die Succow-Stiftung. Wir lobhudeln an dieser Stelle die Stiftungswebsite der Succow-Stiftung, zu finden unter www.succow-stiftung.de, auch weil wir deren Stifter Michael Succow jüngst live auf unserer StiftungsWiesn erleben durften. Für uns geht StiftungsWebsite genau so.

Die Succow Stiftung befasst sich auf vier Kontinenten mit Klimaschutz, Schutzgebieten oder auch der zukunftsfähigen Nutzung von Land, aber sie kümmert sich auch darum, junge Menschen für diese Themen zu begeistern und in diesen Themen auszubilden. Auf der Stiftungswebsite der Michael Succow Stiftung ist das Tun der Stiftung in der Sektion „Die Succow Stiftung“ beschrieben. Wir finden, dass dies genau so passieren muss. Denn in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen, was eine Stiftung macht und was ihr Anspruch ist, das ist eine Kunst, die Stiftungen aber wiederum beherrschen müssen. Kommt eine Stiftung auf ihrer Stiftungswebsite bei der Beschreibung ihres Selbst nicht auf den Punkt, wird der Nutzer vermutlich direkt das Interesse verlieren, sich in der Website zu verlieren.

StiftungsWiesn Talk 2023

Michael Succow beim 2023er StiftungsWiesnTalk

War gemeinsam mit Michael Dittrich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt beim StiftungsWiesnTalk zu Gast und brachte aufrüttelnde Worte mit: Michael Succow von der Succow Stiftung (Bildmitte). Er plädierte dafür, dass der Mensch die Moore, die er noch hat, schützen müssen, und alles versuchen sollte, die Biodiversität zu befördern. Worte, die nachhallten. (Foto: forstory)

Eine Stiftungswebsite atmet Natur

Was wir charmant finden ist der direkte Verweis auf das Arbeiten mit und für junge Menschen, möchte man junge Menschen finden und begeistern, ist das vermutlich der gangbarste Weg. Unabhängig davon ist die Bildsprache der Stiftung eine, die wir besonders herausheben möchten. Die Stiftungswebsite atmet Natur, sie atmet das Bunte in der Welt, sie zeigt eindrücklich, was sie schützen möchte: Biosphären, Reservate, Moore, Wälder. Derlei strahlt eine gewisse Wärme aus, erzählt die Geschichte der Stiftung damit aber auch sehr geradlinig. Hier ist eine Stiftung der Natur verhaftet, sie hat sie dem Schutz von naturbelassenen Räumen verschrieben und ist hier so vielfältig unterwegs, dass man eigentlich zu diesen Themen kaum an ihr vorbeikommt. Was wird ein Spender oder Unterstützer tun, dem die Natur am Herzen liegt? Er wird weiterscrollen, klar.

Den Mooratlas müssen Sie mal durchblättern…

Genau das muss eine Stiftungswebsite ja schaffen, dass der Nutzer am Ball bleibt, dass er sich in die Betätigungsfelder einer Stiftung schon auch ein klein wenig verliebt. Das ist bei der Succow Stiftung nicht eben schwer, es gelingt leicht, dass beim Nutzer genau dies erzeugt wird. Schon allein die kleinen Icons oben zu den Themenfeldern, da fällt es schwer, nicht zu schmunzeln. Die Eule, einfach herzig, diese Icons funktionieren perfekt. Bleibt ein Nutzer auf der Startseite, dann bleibt er automatisch auch beim Moor-Atlas hängen, und dieses Projekt finde ich persönlich einfach Klasse. Das Icon-Bild ist schon fast ikonisch, und wer reinblättert, wird nicht enttäuscht. Auf Seite 8 zum Beispiel werden 12 kurze Fakten zu Mooren benannt, so was im Schulfach Biologie oder Sozialkunde eingebracht, und schon sind unsere Kinder schlauer – und vor allem weitaus sensibler hinsichtlich der Bedeutung der Moore weltweit.

Fantomas und Captain Picard lassen grüßen

Moore, das sind eben nicht nur schaurige Kulissen in Fantomas-Filmen (in Teil 3 der Trilogie muss Komissar Juve, gespielt von Louis de Funes) durch schottische Moore fahren, und erfährt dabei, wie unwägbar ein Moor sein kann. Moore sind nasse Klimaschützer, so steht es im Untertitel des Mooratlas zu lesen, und über diese Funktion erfährt man im Mooratlas eben jede Menge, auf jeden so viel, dass man dem Schmökern viel schlauer ist als vorher. Das Herunterladen des Mooratlas ist auch denkbar einfach, ein Verweis aus dem Erklärtext heraus öffnet das PDF in wenigen Sekunden. Für alle Stiftungen, die PDFs auf ihrer Stiftungswebsite einbetten möchten, sagen wir es mit Captain Picard: Make it so! Neben dem Mooratlas schafft die Startseite der Succow Stiftung aber noch etwas: sie bindet Nutzer auf ganz verschiedenen Ebenen ein. Das Scroller wird genauso abgeholt wie der Searcher wie der Tellerrandler. Denn in einer der 9 Kacheln auf der Startseite werden auch direkt Stellenangebote aufgegriffen, das ist schlau, weil es eine andere Ebene des Angebots darstellt, sich an die Succow Stiftung zu binden.

Stiftungsarbeit gehört bebildert

Was zudem richtig begeistert, aber da hat die Succow Stiftung mit ihrem Thema natürlich eine  Vorteil, ist das spontane Mitnehmen in die tägliche Stiftungspraxis. Die Exkursionen, die die Stiftung regelmäßig unternimmt, um beispielsweise Vögel zu beobachten oder einfach eine einzigartige Naturlandschaft kennenzulernen. Das ist perfektes Story Telling, denn die Stiftung macht so auf ihre Mission aufmerksam, transportiert perfekte Bilder und unterstreicht die Wichtigkeit ihrer Arbeit. Was würde es ohne unsere Arbeit nicht mehr geben? Das hier! So geht Story Telling, so müssten das viel mehr Stiftungen machen. Warum wissen Menschen in Städten zu wenig darüber, was es an städtischer Vielfalt ohne Stiftungen nicht mehr geben würde? Darüber zu berichten, zu erzählen, Menschen einzuladen sich das Ergebnis der Arbeit einer Stiftung anzuschauen (und genau das ist es, wenn ein Museum geöffnet oder eben eine Weidefläche unberührt bleiben kann), das gehört heute zur täglichen Stiftungspraxis dazu – und die Stiftungswebsite ist das Sprachrohr dazu.

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Zusammengefasst

Die Succow Stiftung weiß, was eine Stiftungswebsite heute braucht, sie weiß wie Story Telling geht und wie man Menschen für das Thema einer Stiftung begeistert. Unsere Ultimative Stiftungswebsite-Lobhudelei für www.succow-stiftung.de zeigt aber auch, dass Stiftungswebsite eben Arbeit ist und dass es an einer jeden Stiftung selbst liegt, eine Stiftungswebsite lebendig zu halten. Uns gefällt am Story Telling der Stiftung das Intergenerationelle, die Klarheit der Mission und die Vielfalt der Ansätze, wie das erreicht werden soll. Dazu passt die Bebilderung perfekt, und wer das erste Mal auf der Stiftungswebsite landet, der ist sofort gespannt, was wohl als nächstes kommt. Genau so muss das sein, Stiftungspraxis als Spannungsbogen – besser geht es (fast) nicht.