Die Website der Bielefelder Bürgerstiftung macht für uns vor allem eines richtig: Sie zeigt, dass es hier um die Menschen der Stadt geht. Sie ist fröhlich, zugänglich und echt, ohne dabei zu überladen zu wirken oder sich nur an eine ausgewählte Zielgruppe zu wenden. Wir mögen, dass sie es schafft, unsere Neugier zu wecken, auch wenn wir gar nicht aus Bielefeld kommen. Hier ist unsere Ultimative Stiftungswebsite-Lobhudelei.
Ausgesprochen positiv drängt sich der Bereich Aktuelles hervor: Die Inhalte sind einfach mal wirklich aktuell, kein verwaister News-Bereich mit Beiträgen von vorgestern. Das signalisiert dem Betrachtenden: Hier ist immer was los. Und wer regelmäßig kommuniziert, wirkt relevant, ansprechbar und lebendig – drei Eigenschaften, die für Stiftungen Gold wert sind. Uns gefällt außerdem der schlichte Look. Heutzutage passiert es nämlich allzu schnell, dass man besonders modern, hip und instagrammable sein möchte. Doch bei der Bürgerstiftung geht es nicht nur um GenZ, sondern um alle Bielefelderinnen und Bielefelder. Das wird mehr als deutlich.
Klar geführt
Die Website der Bielefelder Bürgerstiftung überzeugt außerdem durch eine klare Orientierung auf Zielgruppen und Engagement. Schon beim Einstieg wird deutlich, dass Projekte, Förderarbeit und in erster Linie die Einbindung von Bürgern im Mittelpunkt stehen. Sowohl langfristige Unterstützende als auch neu Interessierte finden hier schnelle Zugänge zu den für sie relevanten Themen. Inhaltlich punktet die Seite mit vielfältigen, originellen und bürgernahen Projekten, die verständlich und sichtbar präsentiert werden. Es gibt kein Blabla über „gesellschaftlichen Mehrwert“, sondern eine konkrete Zurschaustellung, was gefördert wird und warum. Jedes Projekt bekommt Raum, Kontext und eine klare Einordnung. Das ist echte Stiftungskommunikation. Besonders stark: Die Projekte sind so unterschiedlich, dass klar wird, wie breit die Stiftung in der Stadt verankert ist.
Veranstaltungstip
Klingt nach einem spannenden Ansatz? Wer wissen möchte, „wie andere Stiftungen das so machen“, ist beim StiftungsApéro immer bestens aufgehoben!
Ein echter Kommunikations-Move ist der Förderantrag direkt im Header. Keine Suche, kein Rätselraten, kein „scrollen Sie bitte bis ganz nach unten“. Wer Förderung sucht, findet sie sofort. Das ist nutzerfreundlich, respektvoll gegenüber Ehrenamtlichen und Antragstellenden – und ehrlich gesagt etwas, das viel mehr Stiftungen tun sollten. Ergänzt wird das durch eine übersichtliche Navigation, die ohne Fachjargon auskommt und genau das macht, was sie soll: Orientierung geben. Wer neu auf der Seite ist, versteht schnell, worum es geht, wie die Stiftung arbeitet und wo man andocken kann.
Auf Wunsch auch im Detail
Ein weiteres starkes Element ist die Transparenz der Stiftungsarbeit, die in verschiedenen Teilen der Seite sichtbar wird. Die Darstellung der Projekte wie ALINE – Das Fördernetzwerk zur Stärkung alleinerziehender Mütter oder dem AUFWIND-Stipendienprogramm machen deutlich, welche konkreten Vorhaben die Stiftung fördert und begleitet; diese Inhalte sind nicht nur mit einem Teaser angekündigt, sondern mit eigenen Detailseiten verknüpft, was eine tiefere Auseinandersetzung ermöglicht. Die Tatsache, dass die Stiftung auch erklärt, wie Projektanträge gestellt werden und welche Bereiche sie fördert (z. B. Bildung, Gesundheit, Soziale Teilhabe, Natur/Klima), erhöht die Transparenz für potentielle Antragstellende und Partner. Aus kommunikativer Sicht ist das wichtig: Es signalisiert Offenheit, Nachvollziehbarkeit und Professionalität. Alles Werte, die Vertrauen schaffen.
Lesetipp
Wie können Stiftungen kommunikativ am Ball bleiben?
Offen gesagt
Der Bereich Ihr Engagement/Unterstützen ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie funktional und kommunikativ die Website ist. Hier werden die verschiedenen Formen des Engagements klar benannt: Spenden, Anlass-Spenden, Zustiftungen, Stiftungsfonds, Treuhandstiftungen und Vermächtnisse – alle mit sachlichen Erläuterungen und Verweisen auf weiterführende Informationen. Diese klare Ausdifferenzierung von Engagementmöglichkeiten ist stiftungskommunikativ besonders wertvoll, weil sie unterschiedlichen Zielgruppen – von einmaligen Spender:innen bis zu langfristig Denkenden – konkrete Einstiegspunkte bietet. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Stiftung nicht nur fordert, sondern auch berät und begleitet. So geht Serviceorientierung. Sehr gut!
Vertrauen entsteht durch Einblicke
Ein weiterer Punkt, der uns positiv ins Auge fällt, ist die Darstellung der institutionellen Basis der Stiftung. Informationen zur Geschichte, zu Gremien und zu Team/Ansprechpersonen sind sachlich und offen zugänglich. Die Stiftung zeigt ohne übertriebene Selbstdarstellung, wer sie ist und wie sie sich organisiert, und versteckt diese Informationen nicht hinter mehreren Klicks. Diese Transparenz stärkt den Eindruck von Ernsthaftigkeit und Mitbestimmung, weil Mitarbeitende und Gremien sichtbar werden.
Zusammengefasst
Unterm Strich ist die Website der Bürgerstiftung Bielefeld ein tadelloses Beispiel für eine aktuelle, klar strukturierte und bürgernahe Kommunikation. Keine große Show, kein Marketing-Gewitter, sondern einfach saubere Inhalte, gute Auffindbarkeit und echte Einladungen zum Mitmachen. So fühlen sich alle angesprochen. Und genau so wird eine Stiftung nachhaltig sichtbar.












