Ein Stiftungsvorstand steht im Studio, spricht davon das er gleich mal ins Projekt schaltet, und plötzlich steht ein Projektverantwortlicher neben ihm, als Hologramm, erzählt wie anwesend darüber, was ihm gerade widerfahren ist – und ist dabei tausende Kilometer entfernt. Zukunftsmusik? Science Fiction? Nein, Realität im Jahr 2021, es gibt die ersten TV-Formate, die Hologramm-Technologie nutzen. Das bewegte Bild, also das Video, wird in immer mehr Spielarten zum festen Bestandteil von Kommunikation, auch von Stiftungskommunikation.
Zugegeben, Hologramm-Technologien sind noch nicht Standard, aber es ist spannend zu sehen, wie sich das Bewegtbild verändert, wie sich Bewegtbildformate in den Alltag einschleichen, wie das Video eben nicht nur der Werbeschnipsel ist, sondern elementarer Bestandteil einer Kommunikationsstrategie. Wenn Stiftungskommunikation sich entwickelt, dahin dass sie frequenter ist, dass sie multikanaler ist, dass sie lebendiger ist, dann wird sie an bewegten Bildern nicht mehr vorbeikommen. Weil diese dann doch anders bewegen als es ein Text oder ein Podcast können, oder eben Emotionen transportieren. Das kann ein Video am besten, das hat das Bewegte Bild seine wahre Stärke.
EINMAL IM MONAT ERZÄHLT DER STIFTUNGSVORSTAND…
Ob es dann gleich das Hologramm sein muss, dass warten wir mal ab, aber das bewegte Bild muss einen festen Platz in der Kommunikationsstrategie einer Stiftung haben. Gerade weil es Emotionen so gut transportiert und Stiftungen ja genau von diesen Emotionen jede Menge zu bieten haben. Bewegtbild kann dabei eine Reportage aus dem Projekt sein, ein toll bebilderter Reisebericht aus einem Projektland, ein Statement des Vorstands, oder ein Interview mit einem Destinatär, all diese Möglichkeiten bietet das Video. Wäre es nicht eine tolle Sache, wenn der Vorstand immer zum Ersten des Monats mal rasch in 3 Minuten kurz einen „raushaut“, was sich so aktuell in der Stiftung alles tut? Als Kulisse muss das Büro herhalten, Lavaliermikro, Stativ und Handy sind die Handwerkszeuge, die dabei kein allzu großes Budget verschlingen.
BEWEGTES BILD BEDEUTET COMITTMENT ZUM NUTZER
Was würde solch eine monatliche Videobotschaft erzeugen? Das Bild einer Stiftung, die die modernen Kommunikationsmittel nutzt, und das einer Stiftung, die Stiftungskommunikation macht, weil sie etwas zu kommunizieren hat. Und dort wo sich etwas tut, dort wo etwas los ist, dort sind automatisch gerne auch andere Menschen zugegen, weil sie eben gerne dort sind wo es Aktuelles, Spannendes und Relevantes zu erfahren gibt. Diese kurze monatliche Bewegtbildbotschaft ist zudem das Comittment einer Stiftung zu den Nutzern ihrer Stiftungswebsite, denn diese konsumieren nun mal gerne und immer häufiger das bewegte Bild. Kann eine Stiftung bzw. die Stiftungskommunikation hier liefern, dann ist das ein starkes Signal, dass ich als Stiftung dorthin komme, wo „meine“ Nutzer schon sind.
JAHRZEHNT DES BEWEGTBILDES IN DER STIFTUNGSKOMMUNIKATION?
Damit wird das Bewegtbild zum Baustein der Beziehungsarbeit, die ja für Stiftungen so wichtig ist. Beziehungen zu Unterstützern, Spendern und Begleitern aufzubauen, das wird für immer mehr Stiftungen wichtig werden in der Zukunft, wenn es das nicht heute schon ist. Stiftungskommunikation ist in diesem Kontext so etwas wie die Technologie hinter der Beziehung, und diese Technologie nutzt das bewegte Bild. Problematisch wird es nur an der Stelle, an der ich als Stiftung nichts zu berichten habe. Keine News, keine Geschichten (Stichwort: Storytelling), keine Bilder, das macht es dann schwierig, das Fundament für funktionierende Beziehungsarbeit zu legen. Das würde dann auch das coolste Hologramm nichts helfen. Aber, und davon bin ich zutiefst überzeugt, das ist nicht die Realität in den allermeisten Stiftungen, denn wenn sie etwas haben dann sind es Geschichten und News, in Stiftungen tut sich zu viel, um Angst zu haben, dass hier nichts mehr berichtet oder ins Bewegtbild gepackt werden kann.
ZUSAMMENGEFASST
Stiftungskommunikation wird sich verändern, sie wird bewegter werden, weil sie das bewegte Bild zu nutzen beginnt. Davon bin ich überzeugt, das laufende Jahrzehnt wird für die Stiftungskommunikation das Jahrzehnt des Bewegtbildes werden, und wer weiß, vielleicht wird einer der nächsten Stiftungstage ja auch bereits das Hologramm wie selbstverständlich nutzen. Die Zeit dafür wird kommen, genau wie für Stiftungskommunikation mit bewegten Bildern die Zeit gerade anzubrechen scheint – oder bereits angebrochen ist. Wir glauben: letzteres.