FondsFibel Midyear Update 2020
Die drei neuen Renditehobel vom Stiftungsfondsmarkt

Die drei neuen Renditehobel
vom Stiftungsfondsmarkt

NEU AM MARKT: Wo die frischen Stiftungsfondskonzepte für Vortrieb sorgen – und wo nicht

In unserer NEU-AM-MARKT-Rubrik stellen wir in der FondsFibel immer neue und interessante Fondskonzepte vor und prüfen die Stiftungseignung. Diesmal sind es deren drei, den wir auf den Zahn fühlen: Der Hanseatische Stiftungsfonds verfügt über eine eigene Tranche für steuerbefreite Anleger und setzt auf ein sehr flexibles Anlagekonzept, das dem Management viele Freiheiten einräumt. Das Bankhaus von der Heydt spricht mit dem Mischfonds 1754 ESGplus jene Investoren an, „die Nachhaltigkeit konsequent zu Ende“ denken willen. Und schließlich stellen wir den „Deutsche Aktien System“ von Torendo vor, der ebenfalls mit einer S-Tranche ausgestattet sich ganz deutschen Aktien widmet.

Text: Stefan Preuss, Tobias Karow, Lesezeit: 6min31, Bilder: www.stiftungsmarktplatz.eu

AUF DEN SPUREN DER HANSE:

MPV FINANZGRUPPE MIT STIFTUNGSFONDS AM START

Mit dem Hanseatischen Stiftungsfonds (WKN: A2P F03) und einem flexibel gefassten Ansatz spricht die MPV Finanzgruppe mit Fondsmanager Sven Putfarken Stiftungen als Kunden an. Der Stiftungsfonds, so die Marketing-Positionierung, übersetzt hanseatische Werte in moderne, aktuelle Investmentansätze: „Die der Hanse eigene dynamische Geschäftstätigkeit, wie Freihandel und lange, gefährliche Reisen, wurde stets ausbalanciert mit präventiven Maßnahmen wie einheitlichen Mess-Systemen, Schutzbündnissen und Deichbau. Weltoffener Wagemut und gemeinschaftliche Vernunft gingen eine fruchtbare Verbindung ein“ heißt es in den Unterlagen.

Lange, gefährliche Reisen muss heutzutage niemand mehr unternehmen, um Anteile an Unternehmen oder Waren aus fernen Ländern zu kaufen. Genau diese Käufe wird der Hanseatische Stiftungsfonds machen: „Der Fonds investiert weltweit, einschließlich der Schwellenländer, in Aktien, Renten, Anteile von Investmentfonds und Zertifikate.“ Dabei gibt es keine geographischen oder Branchenschwerpunkte. Der reine Aktienanteil ist auf 30% begrenzt. Der Fonds kann kurzfristig auch bis zu 100 % flüssige Mittel halten oder in ähnliche Vermögenswerte investieren. Darüber hinaus darf der Fonds in sonstige zulässige Vermögensgegenstände investieren.

An welche Vermögensgegenstände wird dabei gedacht? „Sonstige Vermögensgegenstände im Fonds sind bis zu 10% des Fondsvolumens zugelassen, das können z. B. Wertpapiere sein, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen sind, Aktien aus Neuemissionen nach bestimmten Ausgabebedingungen oder Schuldscheindarlehen nach bestimmten Voraussetzungen sein“ erläutert Putfarken auf Nachfrage. Auffallend ist, dass in Teilen ein Dachfonds-Konzept umgesetzt werden soll, momentan machen Fonds den Schwerpunkt der Anlagen aus. „Als noch relativ junger und somit auch kleiner Fonds macht es einfach Sinn, gewisse Segmente über Fonds abzubilden, um eine möglichst breite Diversifikation für das Gesamtportfolio zu erreichen“ erklärt Putfarken. Fonds von Allianz, Nordea, Jupiter, Flossbach von Storch und DJE bilden derzeit die größten Einzelpositionen.

DERIVATE: EINSATZ MÖGLICH, ABER NICHT VORDRINGLICH GEPLANT

Prinzipiell ist der Einsatz von Derivaten im Hanseatischen Stiftungsfonds möglich. „Grundsätzlich werden auf Stiftungsseite Derivate sehr kritisch gesehen“ weiß Putfarken. Man werde Derivate nur zur sinnvollen Absicherung des Portfolios einsetzen, etwa bei Fremdwährungen. „Wir hedgen nicht den Hedge vom Hedge und werden das auch nie tun. Derzeit haben wir keinerlei Derivate direkt eingesetzt und sehen aktuell auch keinen Grund, das zu tun.“ Das ESG-Thema wird bei der Auswahl beachtet, der Hanseatische Stiftungsfonds verfolgt aber nicht den Anspruch, ein Nachhaltigkeitsfonds zu sein. Derzeit arbeite man weder mit einer ESG-Ratingagentur zusammen, noch gebe es pauschale Ausschlüsse. „Dennoch ist Impact Investing natürlich im Fokus unseres Researchs, so achten wir besonders auf die Themen CO2-Bilanz, Kinderarbeit und Transparenz“, berichtet Putfarken.

ESG-Anforderungen seien in der Form in den Investmentprozess integriert, „als dass wir uns dem Research von Refinitiv bedienen. Dort sind bereits 76 Länder, mehr als 9.000 Firmen und somit knapp 80% des globalen Market Caps hinterlegt. Somit ist gewährleistet, dass wir vor unseren Investmententscheidungen einen breiten Überblick und bei/nach unseren Investmententscheidungen einen tiefen Einblick in die ESG Kriterien der jeweiligen Unternehmen erhalten. Bei der Investition in Fonds hinterfragen wir grundsätzlich auch deren ESG-Ansatz, Vorgehensweisen und Philosophien. Wie auch bei Einzelinvestments haben wir auch hier schon auf den ersten Blick interessante Investmentideen nach dem tieferen Screening abgelehnt.“

In der Portfoliokonstruktion setzt Putfarken ganz auf die strategische Allokation: Wir planen strategisch, weil die Anlagestrategie zu mehr als 90% für den Anlageerfolg verantwortlich ist. Ziel ist ein Mehrwert durch aktives und passives Management, weshalb dem Hanseatischen Stiftungsfonds eine Portfoliokonstruktion zugrunde liegt, welche durch die Kriterien Wachstum, Stabilität, Flexibilität und Langzeiterfolg bestimmt wird.“

FAZIT

Für einen Stiftungsfonds geben die Richtlinien dem Management weitgehende Freiheiten. Insbesondere die Möglichkeit, bei Erwartung eines Crashs auch mal ein paar Tage zu 100% an der Seitenlinie stehen zu können, wird vielen Anlegern gefallen. Bei den Ausschüttungen muss genau hingeschaut werden, was künftig geliefert werden kann.

BANKHAUS VON DER HEYDT:

NACHHATLGIKEIT KONSEQUENT UMSETZEN

Das Bankhaus von der Heydt will mit dem Mischfonds 1754 ESGplus insbesondere Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen ansprechen. Man arbeitet dabei mit Prof. Dr. Dirk Söhnholz, Diversifikator GmbH, zusammen, einem renommierten Nachhaltigkeitsexperten. Das „plus“ im Fondsnamen steht für den Impact-Gedanken, der neben der Einhaltung strenger ESG-Kriterien als Wirk-Komponente umgesetzt werden soll.

Vor allem soziale und ökologische Venture Capital Investments (Eigenkapital für Startups) sowie Projektfinanzierungen würden oft als Impact oder Mission Investments bezeichnet, erläutert das Bankhaus. Diese und auch Ansätze über Impact Investing Fonds und –ETFs vernachlässigten aber den ökonomischen Aspekt oft zu sehr und fokussierten sich überwiegend auf den ökologisch-sozialen Einfluss. „Das Angebot in diesem Segment besteht meist aus illiquiden bzw. wenig liquiden Investments, welche auch oft keine oder nur niedrige ESG-Anforderungen an die Investments stellen.“

Im Gegensatz zu Impact Investing würden viele sogenannte ESG Angebote am Markt vor allem ökonomische Kriterien zur Aktienselektion und zusätzlich einen oder wenige (partielle) Ausschlüsse – manchmal nur aggregierte ESG-Scores und schlichte Best-In-Class Ansätze – nutzen. Mit dem neuen Fonds will von der Heydt das Beste aus beiden Welten bündeln. „Dabei werden nur diejenigen traditionellen börsennotierten Aktiengesellschaften ins Portfolio aufgenommen, die einerseits strengen ESG Kriterien entsprechen und andererseits auch einen positiven sozialen oder ökologischen Impact liefern können. Das gleiche gilt bei der Selektion von Anleihen. Auf der Basis nicht zuletzt der Anti-Greenwashing-Taxonomie von Söhnholz soll Nachhaltigkeit in ihrer reinsten Form umgesetzt werden.

SEHR STRAIGHTE ANLAGEPOLITIK

Die Zusammensetzung des Portfolios orientiert sich an der United Nations Impact Investing Map. „Konkret beinhaltet unser Universum die am besten beurteilten liquiden ESG-Unternehmen aus folgenden Marktsegmenten bzw. Aktivitäten: Gesundheit, Schienentransport, Wasser, Entsorgung, Erneuerbare Energien und Forstwirtschaft. Es soll ein überwiegend regelbasierter Ansatz genutzt werden, damit eine größtmögliche Nachvollziehbarkeit und somit größtmögliche Transparenz gegenüber dem Investor sichergestellt werden kann.

In der strategischen Asset Allokation sollen die Anlageklassen so repräsentiert sein, wie sie weltweit in ihrer Gesamtheit bewertet/gehalten werden. Das wird als Weltmarktportfolio bezeichnet bzw. wir nennen das „most-passive“, weil es sich hierbei um die passivste Art der Alloaktion zu Anlageklassen handelt. Das entspricht einer sogenannten Kapitalisierungsgewichtung von Anlageklassen und erfordert keinerlei Prognosen, Optimierungen oder spezielle Annahmen. Alle Titel werden innerhalb ihrer Segmente grundsätzlich gleichgewichtet und jedes Jahr neu nach den oben beschriebenen Kriterien selektiert. Kommen neue Titel hinzu oder werden Titel aus dem Portfolio entfernt, findet eine Rebalancierung statt.

Die ESG-Einhaltung wird durch Mindestanforderungen für jeden Teilbereich umgesetzt. Damit verhindere der ESGplus Ansatz die am Markt häufig festzustellende Aufrechnung von wenig nachhaltigen mit sehr nachhaltigen Kriterien, „was dem Nachhaltigkeitsgedanken der von der Heydt Gruppe nicht gerecht werden würde.“ Zu den Aufnahmekriterien für Aktien zählen:

  • Eignung für kleine und institutionelle Anleger gleichermaßen
  • Vorliegen eines E, S und G Ratings von Thomson Reuters
  • Ausschlusskriterien: Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Pornographie, Krieg- und Militärproduktion, Gentechnik, Tierversuche, Öl-, Gas-, und Kohleproduktion, Cannabis- und Rindfleischproduktion aus ökologischen Gründen
  • Best in Universe Ansatz: Unternehmen müssen in den Bereichen E, S und G jeweils mindestens unter den Top 50% sein
  • Verlustbegrenzung: Titel mit hohen Verlusten im vergangenen Jahr werden ausselektiert
  • Länderausschluss: Nur Unternehmen aus den 49 High Developed Countries.

Anleihen werden grundsätzlich nur von Unternehmen erworben, die sich bereits für den Aktienerwerb qualifiziert haben. Um Emittentenrisiken zu reduzieren und die Kosten niedrig zu halten wird nur eine Anleihe je Emittent gekauft. Zero Coupons werden ausgeschlossen. Da der ESGplus Ansatz in der Umsetzung bei Staatsanleihen schwierig ist setzt von der Heydt auf Anleihen von staatlichen Entwicklungsinstitutionen: „Diese stellen aufgrund Ihres unmittelbar positiven Impacts und einer guten Portfoliodiversifikation einen hervorragenden nachhaltigen Ersatz für Staatsanleihen dar.“

FAZIT

Interessantes Konzept, das den Nerv vieler Stiftungen treffen könnte. Selbst jene Anleger, die aktives Management dem regelbasierten Ansatz des Fonds bevorzugen, könnten aus Diversifikationsgründen der Portfoliokonstruktion geneigt sein, eine Position einzugehen. Der Fonds verspricht höchste Transparenz und ist bereits mit einem eigenen Blog im Internet vertreten. Trotzdem muss der stiftungsspezifischen Informationspolitik nachgebessert werden, das reicht hier noch nicht. Die Ausschüttungsgüte wird sich zudem erst noch zeigen müssen, diese lässt sich bislang nicht beurteilen.

REGELBASIERTES ANGEBOT FÜR
DEUTSCHE AKTIENWERTE

Die Torendo Capital Solutions GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der drei Finanzdienstleistungsunternehmen Albrech & Cie. Vermögensverwaltung AG (Köln), P.A.M. Prometheus Asset Management GmbH (Langenfeld) und Wiening & Schnierle GmbH (Emsdetten). Die Gruppe fokussiert sich auf die Entwicklung rein regelbasierter, quantitativer Handelssysteme und deren Umsetzung im Rahmen von Investmentfonds.

Beim Deutsche Aktien System (steuerbefreite Tranche S für Stiftungen WKN: A2P W0F) handelt es sich um einen flexiblen, aktienorientierten Fonds, der sich auf Aktien aus den vier wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX fokussiert. Sowohl die Auswahl der Aktien als auch die Steuerung der Aktienquote erfolgen rein regelbasiert auf Basis eines in der Praxis bereits langjährig eingesetzten Handelssystems.

In das Portfolio aufgenommen werden nur diejenigen Aktien, deren Momentum eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erwarten lässt. Das Handelssystem definiert dabei für jede Aktie sowohl den Einstiegszeitpunkt als auch die Stop Loss – Marke für den Ausstieg. Die Aktienquote des Fonds variiert hierdurch flexibel zwischen 0 und 100%. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Risikomanagements besteht in der Gleichgewichtung der Einzeltitel. So werden sämtliche Titel stets mit der gleichen Anfangsgewichtung in das Portfolio aufgenommen. Zur Optimierung des Chance-/Risikoprofils des Fonds werden je nach Marktumfeld nach einem ebenfalls rein systematischen Handelsansatz Long- oder Short-Positionen im DAX und im Bund-Future aufgebaut.

Die Handelsstrategie des Fonds wird bereits seit 2012 im Rahmen eines Wikifolios umgesetzt. Das hat bis zum Corona-Einbruch erfolgreich funktioniert, aber der Torendo Deutsche Aktien System hat im ersten Halbjahr ein Minus von 11,04% verzeichnet. Vor allem das Minus im April in Höhe von -2,13% zeigt, dass die Erholung nach dem Crash komplett am Fonds vorbeigelaufen ist. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass Modellberechnungen wesensbedingt immer dem Geschehen an der Börse nacheilen – man benötigt ja die aktuellen Daten, um einen Forecast zu erstellen. In normalen Börsenzeiten mit normaler, selbst erhöhter Volatilität, kann ein gutes System bei richtiger Interpretation Mehrwert generieren. Was wir im März und April gesehen haben allerdings ist alles andere als normal.

Ausweislich des Factsheets vom 12. Juli hält der Fonds noch immer 63,81% Liquidität vor. Im Mai wurden die Deutsche Börse AG und die ATOSS Software hinzugekauft. Beide Werte hatten bisher eine sehr gute Momentum-Historie und wurden leider nur zwischenzeitig durch Corona ausgebremst, teilt Torendo mit. Von Cancom habe man sich aufgrund der schwachen Entwicklung wieder getrennt. Antizyklische Risikoanpassungen gab es im Mai (Teilgewinnmitnahmen) mit HelloFresh (das Plus hier fast 300%) und SHOP Apotheke (hier 173%).  Zum ersten Mal haben auch Zooplus und Zalando die Schwelle für Teilgewinnmitnahmen erfolgreich überschritten. Mit der BayWa kam im Juni ein weiterer Wert ins Portfolio, bei Encavis wurden Gewinne zum Teil mitgenommen.  Insgesamt wird die Aktienquote nur langsam aufgebaut.

FAZIT

Der rein regelbasierte Aktienfonds wendet sich ausweislich der steuerbegünstigten Tranche direkt an Stiftungen. Die volatilen Monate dieses Jahres zeigen aber, dass dies nur ein Baustein sein kann für Stiftungen, die professionelle Berater einsetzen oder selber ein hinreichend professionelles Vermögensmanagement besitzen. Die Ausschüttungspolitik kann auch noch nicht final beurteilt werden.

Die drei Neuen

„DIE NEUEN“ STIFTUNGSFONDS IM SCHNELLCHECK

Telegramm – die NEU-AM-MARKT-Fonds aus der Januar-FondsFibel im SchnellCheck

Werte und Sicherheit Nachhaltiger Stiftungsfonds

+++ das Konzept passt in die Zeit und wird künftig noch besser in die Zeit passen +++ klarer Schwerpunkt der Investments in Europa, hier Deutschland, Frankreich, Schweiz +++ Corona-Crash als erster richtiger Lackmustest +++ von den Abschlägen im März von rund 15% konnte die Hälfte wieder aufgeholt werden +++ Stiftungen wird die Auswahl der Investment nach durchdachten nachhaltigen Kriterien gefallen +++ Die Ausschüttungsgüte dürfte erst im kommenden Jahr final bewertet werden können +++ Einschätzung: eine Idee für Stiftungen, die für ihre Allokation eine aktienlastige Ergänzung suchen

Bantleon Select Infrastructure

+++ die Makrostory zu Infrastrukturinvestments ist nach wie vor stimmig +++ Stiftungen finden hier einen Aktienbaustein, der ausschüttungsstark und in der Regel relativ mit viel Stabilität aufwartet +++ Corona-Crash sorgte auch im Fonds für einen Rückschlag um >20% +++ die Hälfte davon ist aufgeholt worden im zweiten Quartal +++ die Barmittelquote wurde erhöht, somit ist Manövriermasse für weitere Eventualitäten vorhanden +++ die Ausschüttung im Dezember belief sich auf 3 EUR je Anteil, wir sprechen also von derzeit mehr als 3% Ausschüttungsrendite +++ Einschätzung: Ein Aktienbaustein, den Stiftungen ob der Ausschüttungshöhe und -güte auf jeden Fall im Augen haben sollten. Zudem diversifizieren sie in ein Segment, das in vielen Stiftungsfonds nicht vorkommt.

PATRIZIA Europe Residential Plus

+++ Portfolio wird plangemäß entwickelt, aktuell wird ein Objekt in Amsterdam angebunden +++ Wohnimmobilien als schlüssige Nutzungsart aus Stiftungssicht, da hier zu erwartende konjunkturelle Abstrahleffekte aus der Corona-Krise nur wenig Einfluss haben werden +++ die Wohnkonzepte der einzelnen Objekte dürfen zudem als modern und damit zeitgemäß beurteilt werden +++ Ausschüttungskorridor bleibt bei 3,75 bis 4,25% p.a. +++ Einschätzung: Als stiftungsgeeigneter Immobilienbaustein eine der ersten Alternativen für Stiftungen, könnte ein Anwärter auf den ‚Club der 25‘ sein +++ siehe auch Ratgeber „Wie viel Immobilie gehört ins Stiftungsdepot“

Ökobasis One World Protect

+++ bis Februar war die Welt eine perfekte, der Corona-Crash danach führte auch bei diesem Fonds zu einer heftigen Delle +++ der Kursrutsch wurde jedoch schon zu drei Viertel wieder aufgeholt, weshalb auf Jahressicht bereits wieder ein Plus herausspringt +++ das Konzept funktioniert, die Aktienauswahl „spielt“ die richtigen, zukunftsweisenden Themen +++ das Ausschüttungsziel von 2,5% ist nach wie vor durchaus machbar, in diesem Jahr darf aber eine etwas niedrigere Ausschüttung nicht überraschen +++  Einschätzung: Ein Fonds, der etwas anders ausgestaltet ist als ein klassischer stiftungsgeeigneter Fonds, der aber Resilienzqualitäten gezeigt hat (durch das schnelle Aufholen der Delle) und ausschüttungsseitig solide Wertbeiträge zu einem Stiftungsportfolio liefern kann +++ Manko ist die Informationspolitik, weder auf Factsheet noch der Microsite zum Fonds finden Stiftungen Ausschüttungsinformationen

Wealthcap Immobilien Deutschland

42 +++ Aktualisierung zum Verkaufsprospekt definiert die Risiken neu, die neuen Rahmenparameter können ob ihrer Unbestimmtheit „erheblich nachteilig auf die Wertentwicklung und die Finanzlage der Investitionsobjekte“ auswirken, heißt: es ist nicht sicher, dass die Ausschüttungsrendite wie geplant bei 3,5% liegen wird +++ Büroimmobilien werden ob der wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Krise leiden, nur inwiefern, das lässt sich heute noch nicht abschätzen +++ der Bestand an modernen Immobilien im Fonds dürfte dem entgegenwirken, da moderne Immobilien moderne Arbeitszeit- und Arbeitsplatzkonzepte möglich machen +++ Einschätzung: die nächste Ausschüttung sollte abgewartet werden, um die Ausschüttungsgüte final einschätzen zu können +++ Büroimmobilien können, speziell nach einer Krise, als Beimischung nach wie vor sinnig sein aus Stiftungssicht

Themenfelder

ZUSAMMENGEFASST

Der Markt für Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds entwickelt sich in der Tat, und das ist auch gut so. Denn damit erhalten Stiftungen einen Strauß an Möglichkeiten an die Hand, Investmentideen umzusetzen. Auch die drei neuen Ideen haben jede etwas für sich und gehören für den Moment auf eine Beobachtungsliste, wie die Leistungsdaten dann am Ende aussehen, das werden Stiftungsverantwortliche erst in ein zwei Jahren sehen. In die Konzepte jedenfalls ist viel Aufwand gesteckt worden, bei der Informationspolitik muss jedoch allerorten nachgebessert werden.

null

Praxistipps rund um Stiftungsfonds & Co.

Ratgeber

null

Podcast

Wie sollten Stiftungen an Stiftungsfonds rangehen?

Ratgeber Immobilien Stiftungsfonds-Gewohnt werden muss immer

Analyse

Wie viel Immobilie gehört ins Stiftungsvermögen?

Ratgeber Praxistest

Praxistest

Liefern Alternative Investments?

Ratgeber digitales Steuerreporting

Verwaltungspraxis

Wie läuft die Sache mit den Behaltenachweisen?

Das Archiv der FondsFibel für Stiftungen & NPOs

DIE Arbeitshilfe für
Stiftungsfonds & Co.

25 stiftungsgeeignete Fonds bzw. Stiftungsfonds in der Analyse, FondsAnlageMap für Stiftungen, Musterdepots und weitere Handreichungen – wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

Newsletter-Anmeldung